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Cottbus: Kirchendach ohne Reiter

23. Januar 2007 | Von | Kategorie: Region | | Teilen

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Die richtige Antwort konnten die Leser diesmal durch ein kleines Detail erkennen. Dazu sind aber profunde Kenntnisse in der Kirchenhistorie nötig. 1911 wurde die Oberkirche einer großen Sanierung unterzogen. „Bei der darauf folgenden Dacherneuerung wurde ein Spitztürmchen auf dem Mittelschiffdach nachgerüstet“ schreibt Leser Richard Adolph, der dadurch auch auf die richtige Antwort „C“ tippte.
Drei Jahrzehnte
Bis 1945 zierte der Dachreiter, so die richtige architektonische Bezeichnung, das lange Dach über dem Mittelschiff. „Dieses wurde angelegt, damit die Dachdecker nicht so weite Wege auf dem Dach zurücklegen mussten“, informiert Hobby-Historikerin Dora Liersch. Denn einen Dachreiter hatte die Kirche bis dahin nicht gegeben. Auch viele Aufbauten und die Seitengiebel wurden bei der Renovierung erneuert, genauso wie die Verzierungen. So entstand zum Beispiel das Ziermäuerchen an der Marienkapelle an der Südwestseite so, wie die Cottbuser es heute noch kennen.
„Nach den Kriegsschäden musste darauf aus Kostengründen verzichtet werden“, schreibt Richard Adolph. Während das Dach nach dem Flachdach-Provisorium seine historische Form wieder fand, und die Haube originalgetreu rekonstruiert wurde, blieb der Dachreiter Geschichte.


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