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Jetzt auf das Wesentliche konzentrieren

14. Januar 2011 | Von | Kategorie: FC Energie Cottbus | | Teilen

Die Winterpause brachte bei Energie Cottbus viele Unruheherde zutage / Heute muss die Mannschaft in Düsseldorf Geschlossenheit demonstrieren / Hartes Ringen um den Aufstieg in die 1. Bundesliga
Auf unseren FC Energie Cottbus warten spannende Monate. Heute Mittag startet die Truppe von „Pelé“ Wollitz in Düsseldorf den zweiten Teil der Saison. Nur etwas mehr als drei Wochen hatte das Team Zeit, um sich auf die heiße Phase im Aufstiegsrennen vorzubereiten. Der FCE startet als Dritter in das neue Jahr. Diese Position gilt es zu verteidigen oder sogar zu verbessern. Angesichts der Konkurrenz aus Augsburg und Berlin ist das keine leichte Aufgabe. Auch Duisburg, Aue, Fürth und Bochum lauern auf eine Schwächephase unserer Rot-Weißen. Sogar der heutige Gegner aus Düsseldorf könnte nach einem Sieg über Energie schnell wieder oben eingreifen. Die Situation ist brenzlig.
Die Ereignisse der letzten Wochen dürften die Chancen auf den Aufstieg dabei kaum verbessert haben. Seit dem Ende der Rückrunde mit dem unerwarteten Pokalerfolg in Wolfsburg entstanden zahlreiche neue Brandherde rund um die Mannschaft. Die zögerliche Vertragsverlängerung von Trainer Claus-Dieter Wollitz verunsicherte nicht nur die Mannschaft, sondern hinterließ auch bei deren Anhängern viele Fragezeichen. Wollitz’ unrühmliche Interviews taten ihr übriges. Die verbliebenen Narben werden sich nur mit Erfolgen auf dem Platz kosmetisieren lassen.
Hinzu kamen die Spekulationen um einen Wechsel des laut dem Fachmagazin „Kicker“ besten Stürmers der Liga. Petersen wird dem Verein aber wohl endgültig bis zum Sommer erhalten bleiben. Dann würde er wohl nur im Aufstiegsfall bleiben. Sein Sturmpartner Emil Jula könnte im Sommer gleich mit abwandern. Nachdem er zwei Verlängerungsangebote ausschlug, drohen die Verhandlungen in eine Schlammschlacht auszuarten. Der Verein will das letzte Angebot nicht mehr aufbessern. Jula will davon nichts gewusst haben, Wollitz bestreitet das. Mit seiner eigenen Hinhaltetaktik bei seiner Vertragsverlängerung öffnete Wollitz solchen Vertragspokern Tür und Tor. Und in den kommenden Wochen stehen noch Verhandlungen mit Ziebig, Miatke, Shao und Sörensen an. Für Unruhe ist also gesorgt.
Als ältester Stammspieler war Jula bisher immer eine Vertrauensperson des Trainers. Diesen Status dürfte er verloren haben, was dem gesamten Team schadet. Auf Verstärkungen im Winter verzichtet Wollitz dagegen. Mit Sörensen, Kronaveter oder Adlung sind auch einige Langzeitverletzte wieder fitt. Eher sollten Spieler abgegeben werden. Im Sturm bleibt es jedoch beim Fehlen einer Alternative zu Petersen und Jula. Radu wurde die Freigabe erteilt. Jovanovic bestritt erst ein Ligaspiel und Sörensen bekleidet lieber eine der Außenpositionen im Mittelfeld. Auch Shao wusste im Sturmzentrum selten zu überzeugen.
Bei all diesen Unsicherheiten trifft es sich gut, dass Energie gleich zum Anfang der Rückserie eine echte Bewährungsprobe bestehen muss. Düsseldorf ging als einer der Aufstiegsfavoriten in die Saison. Nach einer Niederlagenserie zu Beginn der Saison hat sich die Fortuna wieder auf einen Mittelfeldrang vorgearbeitet. Es wird sich zeigen, wie gut das Team die Querelen der letzten Tage ignoriert hat.


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