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Cottbus: Neustadt und Nachträge

10. November 2012 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus | | Teilen

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Gesucht war der Begriff Neustadt, also Buchstabe B

Rätselfrage führte weit in preußische Geschichte
Richtig belesen hat sich Susanne Haupt aus der Cottbuser Inselstraße: „1726 wurde der Plan zur Anlage der Neustadt erstellt und um 1735 mit dem Bau begonnen.“ Es waren sehr rationell gedachte, einfache Arbeiterwohnungen, die hier entstanden und für das damalige Wirtschaftswachstum gebraucht wurden. Georg Müller erläutert: “Es war der Große Friedrich, der im 18. Jahrhundert in Sorge um die Existenz des Tuchmachergewerbes in seinen Landen den Anstoß für eine Stadterweiterung im Bereich des südlichen Stadtwalles gab. Der Dreißigjährige Krieg hatte die seit dem 15. Jahrhunderts in Cottbus beheimatete Tuchmacherei fast zum Erliegen gebracht. So wurde durch die Errichtung von Wohn- und Arbeitshäusern für Tuchmacher, Wollspinner und Gerber ein neuer Anfang betrieben – es entstand der Ursprung der NEUSTADT. Diese Stadterweiterung stand eigentlich nicht unter gutem Stern, denn es mussten der moorige Untergrund erst melioriert und befähigte Arbeitskräfte in neuer Umgebung ansässig gemacht werden. So entstand auf 40 Grundstücken der Beginn ei-
ner über die Jahrhunderte berühmt werdenden handwerklichen Kunst – genau hier, am Neustädter Platz, wie im ANC-Bild im rechten Hintergrund mit den kleinen bescheidenen Häuschen wiedergegeben. Die gezeigte Bausubstanz wurde um 1985/87 abgerissen. Ich erspare mir, das zu kommentieren.“


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