Mittwoch, 24. Mai 2017 - 23:31 Uhr | Anmelden

Anzeige

Feierliche Wiedereröffnung nach Umbau

6. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Region | | Teilen

131207hanchen

Stellvertretend für den Ort bedankte sich der Gemeindekirchenrat bei Pfarrer Johannes Winkel (li.) für sein Engagement in der Gemeinde und den Einsatz bei der Kirchensanierung

Gemeinde feierte mit Adventskonzert / Pfarrer hofft weiter auf Spendenbereitschaft
Hänchen (ysr). Am ersten Adventssonntag wurde, nach halbjähriger Bauphase, die Kirche der Gemeinde Hänchen am Dorfbogen mit einem Adventsgottesdienst feierlich eingeweiht.
Bereits seit 1867 steht hier der heutige Backsteinbau. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gotteshaus bis auf die Grundmauer nieder und wird seit ihrem Wiederaufbau 1951 wieder für Gottesdienste und Feste genutzt.
Die Notwendigkeit der Kirchendacherneuerung ist im Lauf der letzten Jahre bereits absehbar gewesen. Also gab der Gemeindekirchenrat ein Gutachten in Auftrag, um den Umfang
der notwendigen Maßnahmen zu bemessen. Fehlende Bauunterlagen und die anschließende Projektierung nahmen noch einmal zusätzliche Zeit in Anspruch. Ursprünglich war neben der Dach- auch die Kirchturmerneuerung geplant. „Doch als uns die Kostenschätzung für alles zu Gesicht kam, wurde uns

schwarz vor Augen“, sagt Pfarrer Johannes Winkel. Schnell war der Entschluss gefasst, sich auf das Kirchenschiff zu konzentrieren und das Turmdach lediglich zu reparieren. „Doch nach der Planung folgte die Genehmigungsphase. Das hieß für den Gemeindekirchenrat zunächst Formulare, Formulare, Formulare“, so der Pfarrer weiter. 2012 konnten die Fördermittelanträge nicht mehr fristgemäß gestellt werden. „Somit reichten wir die Unterlagen 2013 schließlich noch ein weiteres Mal ein, da sie anders zu formulieren waren“, sagt Johannes Winkel.
Im Frühjahr konnte die Baumaßnahme schließlich ausgeschrieben werden, und die ausführenden regionalen Unternehmen wurden gefunden. Nach dem letzten Gottesdienst am 2. Juni begann die eigentliche Bauphase. Die Bürger der Gemeinde waren in dieser Zeit eingeladen, an den Gottesdiensten der Kirche Groß Gaglow teilzunehmen.
Zahlreiche Firmen haben den Bau in der Planung, Durchführung sowie in den ausführenden Arbeiten tatkräftig unterstützt. So zeigte sich beispielsweise das Architektur- und Planungsbüro Rosemarie Furchner aus Peitz für das Projekt während der gesamten Planung und Durchführung verantwortlich. Die Dachdeckerarbeiten übernahm die Firma Ulrich Vater aus Klein Oßnig. Zu den weiteren Aufgaben zählten neben der Tragwerks-, Sicherheits- und Elektroplanung auch diverse Zimmerer-, Blitzschutz-/Erdungs- und Malerarbeiten sowie den Schutz der Orgel. „Unser Dank gilt aller Beratung, Begleitung und allen Helfern, die kräftig mit Hand angelegt haben“, so Pfarrer Johannes Winkel.
Einen besonderen Dank richtete der Geistliche auch an die verschiedenen Förderer, die den Neubau erst ermöglicht haben. Rund 70 000 Euro sind für das Projekt zusammen ­gekommen. Mehr als die ­Hälfte davon wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Forschung und Kultur bereitgestellt, weitere Förderer waren die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg/Schlesi­sche Oberlausitz, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) und der Evangelische Kirchenkreis Cottbus. „Den Rest haben wir zu schultern“, erklärt Johannes Winkel und ruft auf: „Wir haben gut gewirtschaftet und konnten einiges ansparen. Aber wir sind auf Spenden angewiesen.“ Manche Gemeindemitglieder, Firmen und Vereine aus Hänchen und Groß Gaglow haben den Bau schon mit ihren Geldern und Leistungen unterstützt. Gemeindepfarrer Johannes Winkel hofft aber, dass es bald noch mehr werden.

 

 


| Teilen |

Anzeige

Keine Kommentare möglich.


Das könnte Sie auch interessieren