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„Wir gehen die richtigen Schritte in die richtige Richtung“

2. April 2014 | Von | Kategorie: Wirtschaft | | Teilen

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Seit 16 Jahren im Kreistag, seit 13 Jahren Bürgermeisterin der Gemeinde Schwarzbach/Biehlen und seit über drei Jahren im Brandenburger Landtag ist Gabriele Theiss politisch für die SPD unterwegs. Die Lausitzerin will am 25. Mai erneut in den Kreistag einziehen | Foto: M.K.

SPD Spitzenkandidatin für den Kreistag: Gabriele Theiss sieht Licht und Schatten im Seenland
Region (mk). Seit 1998 ist Gabriele Theiss im Kreistag. Die einstige Schulleiterin bewirbt sich jetzt erneut als SPD-Spitzenkandidatin für den Wahlkreis Ruhland, Schwarzheide und Schipkau um Sitz und Stimme im regionalen Parlament.
Als Landtagsabgeordnete hat sie aber auch eine Fernsicht auf das Seenland, für das sie gute wie weniger gute Entwicklungen sieht.
Zu den guten: „Das Seenland ist für mich ein kleines Wunder“, sagt die Bürgermeisterin  der Gemeinde Schwarzbach/Biehlen. So hat sich aus ihrer Sicht die Stadt Senftenberg optisch von einem „hässlichen Entlein“ zu einem schönen Schwan entwickelt. Sie komme jetzt sehr gern nach Senftenberg. Gleiches trifft aus Sicht der Kommunal- und Landespolitikerin auf Großräschen zu. Auch Orte wie Ruhland oder Ortrand hätten viel von ihrem mittelalterlichen Flair zurückbekommen. Aus wirtschaftlicher Sicht, so Gabriele Theiss, bringt der Ausbau des Ruhlander Güterbahnhofes zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt die Region voran. „Wir gehen die richtigen Schritte in die richtige Richtung“, sagt sie. Auch für den Chemiekonzern BASF sei eine gute Verkehrsinfrastruktur in der Region maßgebend. „Ich bin stolz auf das, was die Lausitzer für ihre Heimat in so kurzer Zeit bewegt haben“, sagt sie. Dieses erfolgreiche Kapitel will die 54-Jährige fortschreiben.
Neben viel Erreichtem gibt es auch Probleme im Seenland -einige davon werden erst nach und nach sichtbar. Hierzu gehört etwa der Grundwasseranstieg. Einst, so die Kreistagskandidatin, sei die Seenland-Region wie der Spreewald mit Gräben durchzogen gewesen. Die Begradigung der Elster im Kaiserreich und der Bergbau veränderten die Wasserlandschaft. Nun käme das Wasser wieder zurück. Die Häuser, die in der 70er und 80er-Jahren erbaut wurden, haben meist alle Keller, aber keine Wanne. Brunnenlösungen, die das Grundwasser wieder absenken, gibt es zwar, aber nicht für jedes Haus wird künftig eine Brunnenlösung realisierbar sein, prophezeit die SPD-Politikerin. Das Problem müsse vom Bund und dem Land gemeinsam mit der LMBV bereits heute angepackt werden, wünscht sie sich und will die Menschen mit auf die Reise nehmen. „Es muss für manche Fälle auch über Entschädigungen nachgedacht werden“, findet sie.
Licht und Schatten gleichermaßen sieht sie im Umfeld der neugegründeten Hochschule. So besetzte zwar Senftenberg mit den neuen Gesundheitsstudiengängen die richtigen Nischen, die Cottbuser Professoren seien aus ihrere Sicht aber „Bremsklötze dieser Entwicklung“.  Die Arroganz einzelner Hochschullehrer und den Streit um Gehälter glaubt Gabriele Theiss hier als Probleme zu erkennen. Ranklotzen statt auf den Bremsklötzen stehen, ist ihre Forderung. Schließlich stehe die Hochschule im Wettbewerb mit anderen, nicht nur regionalen Hochschulen.
Dass der Kreishaushalt nahezu ausgeglichen ist, freut sie. Allerdings warnt Gabriele Theiss auch davor, in den Schulen und den Dörfern an Jugendsozialarbeitern zu sparen.


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