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Hänchener Chronisten wechseln

21. August 2015 | Von | Kategorie: Cottbus | | Teilen

Frank Preusche ist Nachfolger von Ulrich Noack:
Hänchen (trz). „Hänchen – Ein Dorf schreibt Geschichte“ – So lautet der Titel des anno 2010 erschienenen Heimatbuches. Verfasst hat es Landwirt und Heimatforscher Dr. Ulrich Noack. Jetzt hat der mittlerweile 83-Jährige die Chronikarbeit in jüngere Hände gelegt, und zwar in die von Frank Preusche. Der 59-Jährige half bereits  bei der Erstellung des ersten Hänchen-Buches tatkräftig mit.
Ulrich Noack, der in Ruben aufwuchs, lebt seit dem Jahr 1957 in Hänchen. Ab 1997 begann er mit der heimatkundlichen Arbeit. „Sammeln, recherchieren, überprüfen“, beschreibt der 83-Jährige die Grundlage seiner Tätigkeit. Zunächst arbeitete Noack die Historie der örtlichen Feuerwehr auf. Kein Wunder, beginnen die Floriansjünger im Jahr 2001 ihren 100. Geburtstag.
Spannend sei darüber hinaus, dass Hänchen eigentlich aus fünf Teilen besteht. Zum einen natürlich das Kerndorf rund um die Kirche. Dann Hänchen-Nord. Oder besser bekannt unter dem Namen Alte Abdeckerei. Schließlich befand sich anstelle der neuen Wohnhäuser auf diesem Areal einst eine Tierkörperbeseitigung. Dann wurden den Körpern eben die Felle abgezogen. Dann gibt es die Neue Siedlung entlang des Weges nach Leuthen. Hinzu kommt die Alte Siedlung jenseits der Bahn in Richtung Klein Gag-low. Und nicht zuletzt existiert die Siedlung Annahof an der B 169.
Obwohl Ulrich Noack über viele Jahre sehr viele Fakten recherchiert hat, gebe es in der Ortsgeschichte noch immer weiße Flecken. „Um die muss sich nun mein Nachfolger kümmern“, erklärt der Buchautor schmunzelnd. Konkret gehe es um NS-Zeit. Zum Kriegsende hätten die Leute viele Dokumente aus Angst vor der Roten Armee in ihren Öfen verbrannt. Nicht zuletzt würden die Zeitzeugen aus Altersgründen immer weniger.
Frank Preusche hat indes schon jede Menge Material zusammengetragen, was seit dem Erscheinen des Buches vor einem halben Jahrzehnt im Dorf so passiert ist. Und das sei eine ganze Menge. „So wurde im Kerndorf das Abwassernetz gebaut“, erzählt Preusche. Und in diesem Jahr erfolge noch entlang der Hauptstraße zwischen Kirche und Abzweig Cottbuser Weg der Bau eines Fußwegs. „Im September geht’s los“, weiß der neue Ortschronist.


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