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Cottbuser Bahnhofstraße: Eisenbahner zum Training zu Gast

15. Januar 2016 | Von | Kategorie: Cottbus | | Teilen

160116bahnhofstr

Die Mittelinseln erlauben auch Rettungsfahrzeugen kaum ein Überfahren, denn an einigen Überwegen wurden Kanten angelegt Fotos: BeWe

Mittelinseln erschweren Rettungsverkehr / Lange Apotheken-Tradition:
Cottbus (bw). Nun schon seit 2012 präsentiert sich die Bahnhofstraße mit neuer Verkehrsführung. Langsam haben sich Einheimische und Gäste an die 30-km/h-Begrenzung gewöhnt und das widerrechtliche Parken auf den Mittelinseln führte nur in den ersten Wochen zu Verkehrsstaus beim Wiedereinordnen in den fließenden Verkehr. Komplizierte Situationen entstehen aber täglich, wenn sich Rettungsfahrzeuge mit Blaulicht ihren Weg bahnen müssen oder wenn an Bus- und Straßenbahnhaltestellen lange Schlangen entstehen. Die rechts und links der Fahrbahnen eingerichteten Kurzzeitparkplätze ermöglichen zwar den Arztbesuch ebenso wie das Erledigen von Einkäufen, werden aber durch ihre rechtwinklige Anlage oft an den Kanten überfahren – da hätten den Reifen und Rangierkünsten schräge Ein- und Ausfahrten besser getan.
Direkt am Bahnhofsberg in der Bahnhofstraße 40 hat der Lausitzer Dampflok Club e.V. (LDC) seine Geschäftsstelle eingerichtet. Hier kann man Fahrausweise zu den beliebten Dampflok-Sonderfahrten erwerben. „Die ersten Fahrten für 2016 sind bereits buchbar“, erklärt Frau Schröder in der Geschäftsstelle. „Unsere Winterfahrt nach Altenberg findet am 20. Februar statt und am 19. März fahren wir nach Litoměřice (CZ).“ Die gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein lobt Georg Flechner, Ehrenvorsitzender des Dampflokclubs. „Gemeinsam stellen wir eine Trainingsanlage für den Stellwerks- und Zugmeldedienst zur Verfügung, an der alle Kniffe des täglichen Fahrbetriebes geübt werden können.“ Und so sind des Öfteren Eisenbahner von Hamburg bis Berlin in Cottbus zu Gast, um die großzügige Anlage mit vielen Simulationsmöglichkeiten zu nutzen.
Ebenfalls seit 2012 hat die viele Jahre in der Öffentlichkeit als vermisst geltende blaue Uhr, die am 13. Dezember 2006 im Zusammenhang mit dem Abriss der Fußgängerbrücke über die Straßenbahngleise an der Stadtpromenade aus dem Stadtbildverschwand, ihren neuen Platz gefunden. Ihr gegenüber wurde vor wenigen Wochen das Cottbuser Stadtmuseum, zunächst nur mit einer Dauerausstellung, wieder eröffnet. Jetzt haben Besucher, Schulklassen und stadtgeschichtlich Interessierte eine würdige Stätte, Cottbuser Vergangenheit kennenzulernen.
Auf eine lange Tradition kann auch die „Flamingo-Apotheke“ zurückblicken. Seit Herbst des vergangenen Jahres werden hier auch alle Kunden der „Flamingo-Apotheke am Theater“ bedient. „Nach der Schließung haben wir sowohl das Team der dortigen Apotheke als auch das gesamte Warenlager in die Bahnhofstraße übernommen“, so Apotheken-Inhaber, Marco Sliwa. „Mit gleichem Service, einem erweiterten Gesamtangebot und verbesserter Parkplatzsituation im Hof sind wir nun hier im Zentrum der Stadt für unsere Kunden da.“ Dass die „Flamingo-Apotheke“ hochmodern ausgerüstet ist, zeigt auch die Einrichtung eines Rein-Raum-Labors. „Wir sind damit in der Lage, sterile Arzneimittel für krebskranke Patienten nach individuellen Rezepturen auch für
höchste Ansprüche herzustellen“. Gerade jetzt in der nass-kalten Jahreszeit ist auch ein guter Rat für Hals und Husten wichtig: Die Mitarbeiter der Apotheke geben diesen kostenlos.

 


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