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Region drängt nach Mobilität

29. Januar 2016 | Von | Kategorie: Region | | Teilen

Lausitzer Infrastruktur-Forum sieht viel Arbeit auf Straßen und Schienen:
Region (mk). Die Autobahn nach Berlin ist verstopft und auch auf der Schiene sieht es wegen des fehlenden zweiten Gleises nicht besser aus. Diese und andere ­Probleme der Lausitzer Infrastruktur sprachen Landräte, Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete beim Forum der Energie Region Lausitz GmbH in Lübbenau an. Zu Gast war die Infrastruktur-Ministerin Kathrin Schneider.
Aufgrund des steigenden Güterverkehrs sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene kann sich die Ministerin nicht vorstellen, dass die Zweigleisigkeit nicht kommt. Hier sei das Land aber vom Bund abhängig. Der Bundesverkehrswegeplan allerdings lässt auf sich warten. Bereits im November 2015 erwartet, ist nun von Ostern die Rede, sagt die Cottbuser Landtagsabgeordnete Kerstin Kircheis (SPD), die im Landtagsausschuss für Infrastruktur arbeitet. Aufgrund von guten Vorgesprächen zwischen der Bahn und dem Ministerium rechnet sie sich gute Chancen für  das zweite Gleis aus. „Wir als Land müssen jetzt erst einmal in die Planung einsteigen“, sagt hingegen Kathrin Schneider. Dass das Land zu wenig finanzielle Mittel für baureife Planungen einsetzt, kritisiert Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH.
Bezüglich eines grenzüberschreitenden Verkehrs nach Polen konnte die Ministerin nicht verhehlen, dass die Zusammenarbeit mit der polnischen Seite  nach der dortigen Wahl nicht einfacher wird. So soll in diesem Jahr an den Wochenenden ein Kulturzug nach Breslau von Berlin über Cottbus nach Görlitz finanziert werden. Berlin und Brandenburg haben jeweils 100 000 Euro dafür bereitgestellt. „Es muss hier eine Beteiligung von polnischer Seite geben“, fordert die Ministerin.
Helmut Franz vom Kreistag Spree-Neiße erkundigte sich nach der Ortsumgehung B169. Auch hier fand die Ministerin klare Worte: „Es wird sich in den nächsten zwei bis vier Jahren nichts tun“, weil diese Maßnahme sich nicht im Bundesverkehrswegeplan wiederfindet.


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Ein Kommentar auf "Region drängt nach Mobilität"

  1. Frank Gutschmidt sagt:

    Region drängt nach Mobilität ? Straße und Schiene überlastet. Tut mir Leid wenn man den Artikel zum Spotten findet. Die Verantwortlichen sollten sich mal darüber Gedanken machen. Warum wurden Eisenbahnstrecken wie Falkenberg – Luckau – Beeskow (aktuell) oder Cottbus – Grunow, Forst (Lausitz) – Weißwasser), beides 1996, stillgelegt werden konnten obwohl das Dilemma absehbar war. Jetzt wird auf hohen Niveau gejammert und der Steuerzahler darf dann für die verfehlte Verkehrspolitik bei Land und Bund wieder aufkommen.

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