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Lust auf Handwerk

6. Mai 2016 | Von | Kategorie: Kommentar | | Teilen

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Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de

Als Ben vor Jahren die Qual der Wahl zwischen Lehre oder Studium hatte, entschied er sich für die dritte Variante: Er ging erstmal auf Tour und kellnerte in Franken. Schließlich überredete ihn seine Freundin doch noch zu einer Lehre: Heizungs- und Klimatechnik. Das war nie sein Traum.
Heute geht es Ben traumhaft. Wohin er auch „auf Tour“ gerät – einen gut bezahlten Job findet er immer. Jeder Supermarkt hat Kühltechnik, in jedem Krankenhaus, selbst in Büros und Werkstätten, in Restaurants sowieso, bricht Chaos aus, wenn die Klimatechnik streikt. Und helle Freude, wo ein pfiffiger Klimatechniker kommt. Zu feinen Konditionen.
Ben hat das inzwischen klassische Los eines gut ausgebildeten Handwerkers. Er steht auf der Sonnenseite des Lebens. Und er genießt das nicht allein. Hier im Lausitzer Revier sind seit 1990 rund 29 600 Damen und Herren im Handwerk ausgebildet worden – von der Friseuse bis zum Schmied oder Zahntechniker. Aktuell leben viele Familien mit der Frage: Was macht Sohnemann oder Töchterchen nach der Schule?  Die endet für die entsprechenden Jahrgänge in knapp zehn Wochen. Wer sich für das Handwerk entschieden hat, sollte nicht zögerlich sein wie Ben seinerzeit, der sich unnütz verkellnerte. Auf 350 Lehrverträgen fürs neue Ausbildungsjahr im Handwerkskammerbezirk ist die Tinte schon trocken. Aber es gibt auch noch 300 freie Lehrstellen und für die, denen das rechte Berufsbild noch nicht vorschwebt, zu Testzwecken auch rund 100 Praktikums-
plätze. Zeit für eine Familienrunde am Computer. Per „Handwerk“, „Ausbildung“ und Ortsangabe googelt sich’s flott zum guten Ziel…


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