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Guben: Der Grabstein lag im Schutt

27. Mai 2016 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Guben | | Teilen

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In unserer letzten Ausgabe hatten wir das Naemi-Wilke-Stift in Guben gesucht

Leser präsentieren ihre Erinnerungen an das Naemi-Wilke-Stift in Guben:
Mehrere Leser haben die korrekte Lösung für unser Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Carola Ringelhann. Sie verbindet viel mit dem Bild: „Das ist der Naemi-Wilke-Stift in Guben. Ich habe hier sowohl meinen Nachwuchs zur Welt gebracht, als auch eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule abgeschlossen. Zudem habe ich hier auch gearbeitet. Faszinierend wie berührend ist für mich, dass im Bauschutt einst der Grabstein von Naemi Wilke gefunden wurde. Seit 2004 ist dieser Stein bereits im Besitz der Stiftung und ziert wie der Grundstein den „Weiten Raum“ im Krankenhaus. Im vergangenen Jahr wurde der 155. Geburtstag der Namensgeberin begangen.“
Familie Menzel aus Guben merkt zum Rätselmotiv folgendes an: „Unser Gubener Naemi-Wilke-Stift stand einst in der Friedrichstraße 1-3 auf der Westseite der Neiße. Es handelt sich um ein Krankenhaus und um eine lutherische Diakonissenanstalt. Der Gubener Hutfabrikant Friedrich Wilke stiftete im Jahr 1878 diese Einrichtung der Stadt und gab ihr den Namen seiner Tochter Naemi. Einst war es Kinderkrankenhaus inklusive eines Kindergartens. Im Jahr 1884 wurde dann ein Diakonissen-Mutterhaus eröffnet. Weitere vier Jahre später folgten das eigentliche Krankenhaus sowie die Lutherische Diakonissenanstalt. Diese war der evangelisch-lutherischen Kirche unterstellt. Damals gab es viele Diakonissen, Schwestern, Hausgehilfinnen, medizinische Kräfte, Hausangestellte sowie weiteres Personal. Oberärzte waren Ludwig, Oberin und Berndt. Auch zu DDR-Zeiten sah man oft die Diakonissen in der W.-Bahms-Straße. Sie gingen an den ehemaligen Reichsbahnhäusern sowie am Gebäude der Energieversorgung in der Bahms-Straße Nummer 41 vorbei.“
Gewonnen hat diesmal Carola Ringelhann.
Herzlichen Glückwunsch!


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