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Haidemühler feiern den Zehnten am 28.5.

27. Mai 2016 | Von | Kategorie: Top-Themen | | Teilen

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Blick über Neu-Haidemühl vom Aussichtsturm im Jahr 2009. Wermutstropfen: Das Bauwerk ist noch immer wegen der Vandalismus-Schäden in der Silvesternacht gesperrt Foto: T. Richter-Z.

„Goldevent“ Spremberg stellt am 28. Mai großes Fest auf die Beine:
Haidemühl (trz). Sollen es tatsächlich schon zehn Jahre sein, seitdem der Umzug der Haidemühler abgeschlossen worden wurde? Wo ist bloß die Zeit geblieben? Tatsächlich jährt es sich 2016 zum zehnten Mal, dass die buchstäblich auf der grünen Wiese errichtete Siedlung vollendet wurde. Längst ist der Ortsteil im Spremberger Norden nicht mehr aus der Stadt wegzudenken. In Haidemühl lebt es sich wunderbar, eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt. Kein Wunder, dass inzwischen auch viele Lausitzer aus anderen Orten hier eine neue Heimat gefunden haben.
Rückblende: Im Juli 2004 erfolgte die Grundsteinlegung für Neu-Haidemühl auf einer großen Freifläche östlich von Sellessen. Ursache bildete die Umsiedlung der alten Siedlung, die mittelfristig dem Tagebau Welzow-Süd weichen muss. Noch immer künden dort Ruinen, unter anderem von der alten Glashütte, vom ursprünglichen Haidemühl. Inzwischen hat die Grube den nördlichen Ortsrand erreicht und wird bald die Fluren überbaggern.
Alle an einem Strang
Die Einwohner hatten sich schon sehr zeitig mit dem Bergbautreibenden über eine gemeinsame Umsiedlung verständigt. Letztendlich zogen alle an einem Strang, sodass der vielgebrauchte Begriff von der „vollkommensten Umsiedlung in der Lausitz“ durchaus als gerechtfertigt erscheint. Viele dürften sich noch an das bewegende Dankesfest vom 21. und 22. Oktober 2006 im neuen Dorfgemeinschaftshaus erinnern, das, so schreibt es der Autor der Haidemühler Chronik, Gerhard Fugmann, „die ehemalige Blaue Maus ersetzen sollte“. Im Gegensatz zu DDR- Zeiten war die Umsiedlung „sozial verträglich“ über die Bühne gegangen. Innerhalb von knapp drei Jahren stellten Bergleute und Haidemühler die für die Region bislang größte Ortsverlegung auf die Beine. Es gilt als offenes Geheimnis, dass sich seitdem die Lebensqualität für die rund 550 Einwohner erheblich gesteigert hat. Wer das alte Haidemühl kennt und das neue gesehen hat, weiß, was gemeint ist.


Großes Fest wartet
Die zehnjährige Wiederkehr des gelungenen Abschlusses der Umsiedlung soll am Sonnabend, 28. Mai, gebührend gefeiert werden. Die Organisation hält die Spremberger Firma „Goldevent“ in ihren Händen. Nach Angaben von Inhaber Gordon Kruss geht es um 12 Uhr auf dem Festplatz neben dem Dorfgemeinschaftshaus los. Und zwar mit einem zünftigen Konzert des großen Orchesters der Lausitzer Braunkohle. Für 13 Uhr ist die offizielle Eröffnung geplant. Am Nachmittag gibt es ein attraktives Kinderprogramm mit Clown „Retzi“ sowie Karussells. Um 18 Uhr hat sich Schlagerstar Andreas Martin angesagt. Und zwei Stunden später tritt „Captain Jack“ live auf die Haidemühler Festbühne. Anschließend rockt die „Jolly Jumper Partyband“ den Festort, ab Mitternacht das „Hot Bananas Deejay Team“. Natürlich ist jederzeit auch für ausreichend Speis und Trank gesorgt.
Der „Kracher des Jahres“ wartet dann um 22 Uhr. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Organisator Gordon Kruss verspricht ein riesiges Höhenfeuerwerk, dass am Aussichtsturm gezündet werden soll. Mehr noch: Die bunten Raketen werden mit der passenden Musik unterlegt.
Mit dem eigenen Auto muss indes niemand nach Haidemühl anreisen. Denn ab dem Spremberger Markt verkehrt viertelstünd-
lich ein Shuttle. Wer mitfahren will, zahlt lediglich einen Euro.


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