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Guben: Großeltern waren Stammkunden

10. Juni 2016 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Guben | | Teilen

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In unserer letzten Ausgabe hatten wir die Straße der Freundschaft in Guben gesucht

Leser erinnern sich an die Straße der Freundschaft im Gubener Zentrum:
Zahlreiche Leser haben die korrekte Lösung auf unser Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Arno Schulz. Er schreibt: „Abgebildet ist natürlich die Frankfurter Straße, kurzzeitig Adolf-Hitler-Str., dann Straße der Freundschaft und nach der Wende wieder Frankfurter Straße. Einst eine blühende Vorstadtstraße mit Gründerzeithäusern, zahlreichen Geschäften, Lokalitäten und Werkstätten von Handwerkern. Auch die Straßenbahn befuhr diese Straße vom 24.1.1904 bis zur Stilllegung am 8.6.1938. Leider wurden zahlreiche Gebäude bei den Kämpfen 1945 zerstört und die Ruinen abgerissen, teilweise wieder neu bebaut oder als Parkplatz und Grünfläche neu angelegt. Der Wohnblock rechts im Bild, im Volksmund die Schicholdkaserne (nach dem Bürgermeister Schichold benannt) wurde mit als erster Wohnungsneubau nach dem Krieg errichtet. An die große Freifläche, die Ruinen waren schon abgetragen, kann ich noch gut erinnern. Auf dem Foto rechts ist das Geschäft der Familie Flach. Das Haus, sehr schön hergerichtet, befindet sich noch immer im Familienbesitz und beherbergt heute im Erdgeschoss eine Eisbar. Links das ersten Haus, die Nr. 50, war nach dem Krieg eine Konsumverkaufsstelle für Elektro- und Haushaltwaren, ja sogar Motorräder gab es es dort zeitweise. In den Obergeschossen war ein Fotograf (Voss) und Wohnungen. Als Handwerker war ich oft in dem  Haus und wusste schon, dass zum Betreten des Kellers Gummistiefel gebraucht wurden. Durch den Anstau der Neiße und den Wegfall der Kiesförderung in der Oberneiße, drückte dort ständig Wasser in den Keller. Nach der Wende wurde das Problem durch Abriss gelöst. Im Hintergrund sind die einstigen Schornsteine der Hutwerke (nach der Wende stillgelegt) und des von 1857 bis 1967 produzierenden Gaswerkes zu sehen.“
Sylvia Jank merkt folgendes an: „Es ist die Straße der Freundschaft in Guben. Ein schönes Foto. Ich war zu dieser Zeit der Aufnahme wahrscheinlich noch nicht geboren oder eben sehr klein. Jedoch erinnere ich mich dann zu meiner Zeit an diesen, rechts im Bild zu sehenden Schreib- und Spielzeugladen „Flach“. Meine Großeltern waren dort sozusagen „Stammkunden“, denn es war ein sehr beliebtes Geschäft, Herr Flach hatte ein großes Sortiment an so mancherlei schönen Dingen. Naja und das Spielzeugsortiment für uns Kinder war toll.
Ganz besondere Erinnerungen an eines der Geschäfte in der Straße der Freundschaft hat Ursula Flach aus Guben: „Auf dem Bild ist unser Geschäft zu sehen. Wir haben dort Spiel- und Lederwaren verkauft. Das Geschäft wurde bis zum Jahr 1980 betrieben.  Es existierte an dieser Stelle bereits seit 1811.“
Gewonnen hat dieses Mal Ursula Flach.
Herzlichen Glückwunsch!


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