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Die Straßenbahn kommt wohl eher nicht

7. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Cottbus | | Teilen

Der Lkw-Verkehr auf der Gallinchener Hauptstraße soll mittelfristig auf die Ortsumfahrung verlagert werden. Doch vor dem Jahr 2030 sind die Chancen auf Realisierung gering Fotos: TRZ

Der Lkw-Verkehr auf der Gallinchener Hauptstraße soll mittelfristig auf die Ortsumfahrung verlagert werden. Doch vor dem Jahr 2030 sind die Chancen auf Realisierung gering Fotos: TRZ

Gallinchener Einwohner diskutieren über ihre Zukunftsprojekte / Neue Dorfmitte wird angestrebt

Cottbus-Gallinchen (trz). Was geht, was geht nicht in Gallinchen? Diesem Thema haben sich kürzlich mehrere Einwohner im Rahmen der Cottbuser Ortsteilgespräche gestellt. Um es vorwegzunehmen: Die Straßenbahn dürfte wohl eher nicht in den kommenden Jahrzehnen in den südlichen Cottbuser Stadtteil einfahren. Das hatten mehrere Bürger zwar vorgeschlagen. „Aber die Umsetzung geht natürlich nicht“, stellt Ortsvorsteher Dietmar Schulz klar. Der Grund: „Wir haben ja schon in Cottbus zu kämpfen, um die Tram auf Dauer zu erhalten.“ Daher sei die Streckenverlängerung von Madlow nach Gallinchen „absolut nicht machbar“.
Besser sehe es da schon für die Etablierung einer neuen Dorfmitte aus. Extra Förderprogramme speziell für den Cottbuser Süden gebe es zwar nicht. Wohl aber für Schutzgebiete. Da kann Gallinchen mit seinen landschaftlichen Perlen entlang der Spree auftrumpfen. Dank EU-Förderung wäre die Anlage kleiner Naturerlebnisstationen, beispielsweise eines Barfußpfades und mehrerer Infotafeln, denkbar, hat Martin Hellriegel von der CIMA Beratung + Management GmbH, einem Unternehmen, das die Cottbuser Ortsteilgespräche managt, recherchiert. Was das nun mit der neuen Dorfmitte zu tun hat? Nun, es könnte eine Verbindung von der Spree zum Feuerwehrgerätehaus in der Feldstraße geschaffen werden. Ziel sei es, dieses Areal weiterzuentwickeln, beispielsweise als Bürgerhaus. „Wir wollen Radler von der Spree nach Gallinchen locken“, begründet Hellriegel seine Intention.

Anwohnerprotest gegen die Verkehrsbelastung im Zentrum von Gallinchen

Anwohnerprotest gegen die Verkehrsbelastung im Zentrum von Gallinchen


Nicht höchste Priorität

Ein weiteres Thema im Cottbuser Süden ist der Verkehr. Beziehungsweise die durch ihn verursachten Belastungen. Nach Angaben von Dietmar Schulz hat es zwar ein Treffen der Cottbuser im Bundesverkehrsministerium gegeben, und der Bundesverkehrswegeplan wird erst diesen Herbst beschlossen. Doch bislang befindet sich die Ortsumfahrung Gallinchen (B 97) zwar in diesem Papier, besitzt jedoch nicht höchste Priorität. „Vor 2030 passiert da nichts“, weiß Schulz. Die B 97 in Gallinchen sei die am stärksten frequentierte Straße in den Cottbuser Grenzen. Rund 16 000 bis 17 000 Fahrzeuge rollen dort am Tag durch. 600 direkte Anwohner hätten unter Lärm und Abgasen zu leiden.
Wenn schon die Umfahrung nicht zeitnah umgesetzt werden kann, sollte wenigstens die jetzige Ortsdurchfahrt in Ordnung gebracht werden. Obwohl erst im Jahr 2002 runderneuert, zeigen sich wieder Schäden. So seien die Gasdeckel lose, ebenso einige Randsteine.


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