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Lausitz-Handwerk boomt

21. Oktober 2016 | Von | Kategorie: Wirtschaft | | Teilen

Über 90 Prozent der Firmen mit Geschäftslage zufrieden / Personalmangel

Cottbus (ch/trz). Die Stimmung im Lausitzer Handwerk ist ungebrochen gut. Die Handwerkskammer (HWK) Cottbus hat in ihren Umfragen die besten Werte seit über fünf Jahren ermittelt. Darüber hinaus, so erklärt Hauptgeschäftsführer Knut Deutscher, bestehe auch für die kommenden Monate jede Menge Optimismus und Zuversicht. Gestützt werde die positive Stimmung von der brummenden Auftragslage. Befragt wurden 2000 Mitgliedsbetriebe der HWK Cottbus.
Sagenhafte 93,1 Prozent der Unternehmer (2015: 91,9 Prozent) zeigen sich laut HWK mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Davon die Hälfte bewerte die aktuelle Situation sogar als sehr gut. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 35 Prozent. Knapp 85 Prozent der Unternehmen seien nahezu komplett mit Aufträgen ausgelastet. Besonders gut laufe es in den drei Branchen Ausbauhandwerk, Bauhauptgewerbe sowie gewerblicher Bedarf.
Inzwischen können viele Betriebe höhere Verkaufspreise durchsetzen. Das betreffe fast 40 Prozent der Firmen. Lediglich knapp drei Prozent mussten ihre Preise senken. Ein Großteil der Unternehmen halte die Preise im Vergleich zum Vorjahr auf stabilem Niveau. Trotz der Erfolgsnachrichten  präsentiert sich die Stimmung in einigen Betrieben getrübt. Der Grund: Es fehlt an Fachkräften. Diese sind in einigen Branchen inzwischen Mangelware. Darüber hinaus wird die unzureichende Schulbildung nicht weniger Auszubildender bemängelt. Im vergangenen halben Jahr haben neun von zehn Betrieben an ihren Fachkräften festgehalten oder sogar neue Arbeitsplätze geschaffen. 92 Prozent der Unternehmen planen das auch für die kommenden Monate, Im Jahr 2016 gibt es in Südbrandenburg gut 10 000 Handwerksfirmen.
Bewährt habe sich die vor genau einem Jahr vom Land Brandenburg ins Leben gerufene Meistergründungsprämie. Dafür hatte Knut Deutscher bei den Ministerien etliche Jahre gekämpft. Landesweit haben bisher 65 Meister, deren Meisterausbildung maximal drei Jahre zurück liegt, diese Prämie in Anspruch genommen. Auch hier ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen, nicht zuletzt weil die Meister einen Zuschuss von bis zu 12 000 Euro für ihre Gründung erhalten. Das Projekt soll zunächst bis 2020 gefördert werden.


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