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Wo die Prüflinge Bier tranken

9. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Guben | | Teilen

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In unserer letzten Ausgabe hatten wir das Gasthaus Heidekrug im Gubener Stadtforst gesucht

Leser erinnern sich an das Gasthaus Heidekrug im Gubener Stadtforst

Mehrere Leser haben die richtige Lösung zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch „Stammrätsler“ Arno Schulz. Er schreibt folgendes: „Der Gasthof Heidekrug befand sich im Gubener Stadtforst auf der Strecke zwischen Guben und Crossen, wo auch die Oberförsterei ihren Sitz hatte und gehörte zum Dorf Wallwitz. Auf dem Weg von Guben nach Crossen bzw. Grünberg (heute Zielona Góra) bin ich schon öfter auf der jetzigen DK 32 (früher Reichstr. 97) an den noch bestehenden Gebäudekomplex (heute Dzikowol) vorbeigefahren, habe aber noch nie angehalten. Ich weiß somit nicht, ob es dort noch eine Gaststätte gibt. Eines ist mir in Erinnerung. Zu DDR-Zeiten war bei Kraft-fahrern null Promille vorgeschrieben, deshalb erzählte mein Vater  gelegentlich von seiner praktischen Fahrschulprüfung 1928. Die Prüfungsfahrt ging zum Heidekrug. Je ein Prüfling fuhr wechselseitig neben dem Prüfer (Dipl.Ing. Herbst) als Fahrer, der Rest saß auf der Ladefläche des Lkw. Im Heidekrug wurden dann ein paar Bier getrunken, und zurück ging die Fahrt nach Guben, wo die bestandene Prüfung gefeiert wurde.“
S. Menzel schreibt: Der Heidekrug war einst ein beliebtes Gasthaus und Forsthaus östlich von Guben. Es ging von der Stadt die Crossener Straße entlang vorbei an Mückenberg hinaus aus Guben ins Grüne, ins märkische Wald- und Heideland. Ein paar Kilometer östlich lag der Heidekrug. Vor dem Haus befand sich eine Feldsteinmauer, früher ein hölzerner Jägerzaun. Die Wildspeisen sowie die Weine waren bei den Gubenern und ihren Gästen sehr beliebt.“
Franz Bergmann merkt an: „Mein Vater hat mir von seinen Fahrradausflügen zum Heidekrug erzählt. Die Gastwirtschaft befand sich an der Straße nach Crossen, heute in Polen. Die unmittelbare Umgebung bildeten dichte, teilweise alte Kiefernwälder, in denen Vater mit seinen Kumpels Pilze suchen war. Nach getaner Arbeit wurde dann im Heidekrug eingekehrt. Einmal, so erzählte er mir, seien die zuvor im Wald gefundenen Pilze gleich vor Ort gegen Hochprozentiges eingetauscht worden.“
Gewonnen hat diesmal Ruth Köhler.
 Herzlichen Glückwunsch!


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