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Die Handelskammer hat Geburtstag

27. Januar 2017 | Von | Kategorie: Wirtschaft | | Teilen

Ein Wald von Schornsteinen kennzeichnet Forst um 1900 als das „Manchester der Lausitz“. Der Aufstieg verlief rasant Foto: „NIEDERLAUSITZ 2017“

Vor 165 Jahren begann die segensreiche Arbeit der heutigen IHK

Region (hnr.). Vor 165 Jahren startete die Niederlausitz in ein Zeitalter furiosen industriellen Aufschwungs – die heutige IHK trat ins wirtschaftliche Leben. Nicht 1851, wie fälschlicherweise verbreitet, sondern genau am 24. Januar 1852 bestätigte der Frankfurter Königliche Regierungsrat die Wahl von sechs Kaufleuten, vier Fabrikanten und dem Buchhändler Eduard Meyer zum ersten Handelskammer-Vorstand in Cottbus. Schnell entstand mit der Initiative dieser elf Mitglieder eine Niederlausitzer Wirtschaftsstruktur, die aus einer kaum beachteten Gegend insbesondere nach 1871 den bedeutendsten Tuchindustriebezirk Deutschlands machte. Hinzu kamen die Braunkohle-, Brikett-, Glas-, Leder- und Aluminiumindustrie.
Das aktuelle Jahrbuch „NiederLAUSITZ 2017“ geht in einem Beitrag spannend auf die ersten 75 Kammer-Jahre (bis 1927) ein. Als eine wesentliche Ursache zum Erfolg nennt der damalige Autor die Weitsicht der preußischen Regierung bei der Kreiseinteilung entsprechend den über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen. „Die Verwaltung“, so heißt es in dem Buch, „hat die Verteilung des Staates vor allem auf geschichtliche und volkswirtschaftliche Verhältnisse gegründet.“ Der für Europa nahezu einzigartige kometenhafte Aufstieg einer Wirtschaftsregion war das Ergebnis. Der Aufsatz nennt beeindruckende Zahlen für Cottbus, Forst, Spremberg, Guben, Sorau, Senftenberg und andere Orte.

Heinrich/Zippack: „NIEDERLAUSITZ zwanzig-siebzehn“, Jahrbuch, 240 Seiten, 22 Beiträge zu regionalen Themen, im Buchhandel, 25,-Euro


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