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Es kracht im Märchenwald

27. Januar 2017 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland | | Teilen

Die Männergarde der Hohenbockaer Karnevalisten will im Februar wieder für ordentlich Stimmung sorgen Foto: Verein

Hohenbocka lädt zum Karneval ein / Viel los im Oberlausitzer Dorf

Hohenbocka (trz). Schnee. Eis. Temperaturen unter 0 Grad. Man könnte meinen, Hohenbocka befinde sich derzeit im Winterschlaf. Mitnichten! Denn schon an den Ortseingängen verkünden Transparente, dass in „Bucke“, wie die Einheimischen ihren Ort liebevoll nennen, so richtig die Post abgehen wird. Denn die Karnevalszeit steht in den Startlöchern. Genauer gesagt, die mittlerweile 49. Session des Hohenbockaer Karnevalsclubs, kurz HKC. „Im Buckschen Märchenwald es kracht – wenn Bajaga Hochzeit macht“, lautet das Motto für die tollen Tage. Zu drei Abendveranstaltungen, und zwar am 11., 18. und 25. Februar, laden die Karnevalisten ins Gasthaus „Zur Linde“ direkt in der Ortsmitte ein. Natürlich bleiben auch die Kinder nicht außen vor. Am 12. Februar gibt es extra Karneval für die Jüngsten. Die Senioren sind mit ihrer Veranstaltung am 26. Februar dabei.
Echter Geheimtipp
Das Publikum dürfte wie immer schwer begeistert sein. Eigenen Recherchen zufolge imponieren vor allem die originellen Kostüme, die Choreographien und nicht zuletzt das eigentliche Programm selbst. Hohenbocka ist also ein echter Geheimtipp für alle Lausitzer Karnevalsfans. 87 Karnevalisten, der jüngste drei, der älteste 76 Jahre alt, sorgen im Ort für beste Stimmung.
Darüber hinaus hat der Ort im neuen Jahr weitere hochkarätige Veranstaltungen zu bieten. Beispielsweise die achte Auflage des Laufes in die Bucksche Schweiz. Diese findet am letzten April-Wochenende statt. Musik- und Tanzfans sollten sich schon mal den 1. Juli vormerken. Denn an jenem Sonnabend steigt unter der Regie von Feuerwehrverein und HKC die zweite Partynacht mit den „Starkstromkids“ und den „Jolly Jumpers“.
Natürlich wird in Bucke nicht nur abgetanzt, sondern auch gearbeitet. In diesem Jahr hat, so kündigt Bürgermeister Roland Schmidt an, die Sanierung der kommunalen Straßen hohe Priorität. Grundhafte Sanierungen, beispielsweise der Guteborner Straße, seien allerdings nur mit Fördermitteln des Landes möglich. Deren Zusage stehe noch aus.
Darüber hinaus erfolge bis zum Jahr 2019 die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. In den kommenden Monaten seien dafür acht Straßen vorgesehen. Mit diesem Programm, so hofft die Gemeinde, können künftig massiv Stromkosten eingespart werden.
Außerdem erhält das Gemeindehaus einen barrierefreien Zugang in Form eines Treppenlifts. Zugleich werde ein barrierefreies WC installiert. Nicht zuletzt erfolge der Anschluss von Gemeinde- und Kinderhaus an das Erdgasnetz. Mehr noch: Beide Gebäude erhalten eine neue Heizungsanlage.
In der Gemeinde sorgen zahlreiche Unternehmen für Arbeit und Wohlstand. Darunter befinden sich auch ein Lebensmittelgeschäft sowie zwei Gaststätten, von denen eine ständig in Betrieb ist. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Denn seit Oktober 2016 ist das Gesundheitsschloss geschlossen. Derzeit läuft die Insolvenz. „Der Eigentümer bemüht sich um einen neuen Betreiber. Die Suche erweist sich als schwierig, da der Charakter als Gesundheits- bzw. Wellnesseinrichtung erhalten bleiben muss“, gibt Bürgermeister Schmidt den aktuellen Sachstand wieder. Dennoch seien die Buckschen optimistisch, dass bald neues Leben in die alten Mauern einkehren werde.
Und die Nicht-Buckschen sei gesagt, dass sich ein Besuch in der Oberlausitzer Gemeinde jederzeit lohnt. Denn neben den zahlreichen Firmen bietet auch die umgebende Landschaft eine ganze Menge Spannendes.


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