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Neißestädter stolz auf Industriegebiet

24. Februar 2017 | Von | Kategorie: Guben | | Teilen

Mit 36 Unternehmen und 1200 Beschäftigten ist das Industriegebiet Süd ein wirtschaftlicher Impulsgeber der Stadt Guben. Zahlreiche Investitionen seitens der Stadt und des Landes aber auch der Unternehmer selbst stärkten diesen Standort in den vergangenen Jahren Foto: Ute Richter

Zahlreiche Investitionen sorgen für eine gute Entwicklung des Gubener Hoffnungsträgers

Guben (ur/mk). Bis 1989 war die Neißestadt ein bedeutender Industriestandort mit über hundertjähriger Tradition in der Textilindustrie und seit den sechziger Jahren der Chemieindustrie, die bis heute erhalten ist.
Neben der Industrie hat sich in Guben auch das Handwerk in den verschiedensten Branchen entwickelt. 27 Hektar groß ist das Industriegebiet entlang der Forster Straße und viele Unternehmen haben dort seit Jahren ihren Sitz oder ihr Lager.
Über 35 nationale wie internationale Unternehmen der Chemie- und Kunststoffbranche, der Metallbe- und -verarbeitung sowie dem Dienstleistungssektor sind dort ansässig. Die angebotenen Dienstleistungen sind unter anderem: Engineering, Apparatebau, Isoliertechnik, Pumpen- und Armaturenservice, Gabelstaplerservice, IT / EDV, Elektro- und Elektroservice, Logistik und Spedition, Aus- und Weiterbildung, Sicherheit und Catering. Die Öffnung der Grenzen nach Osteuropa ermöglichte Neuansiedlungen polnischer Betriebe. Zeitgleich jedoch wuchsen auch die Sicherheitsanforderungen auf dem Gelände.
Infrastruktur erneuert
In den Jahren 2003/2004 wurde die Infrastruktur des Standortes komplett erneuert. Mit etwa 18.9 Millionen Euro wurden die Straßen- und Mediensysteme umfangreich saniert. 2004/2006 wurde das ehemalige Heizkraftwerk abgebrochen und mit 7.942.770 Euro das Gelände neu erschlossen. Dadurch wurden zusätzlich zehn Hektar Industriefläche geschaffen.
Unternehmen stärken
Im vergangenen Jahr wurden die sicherheitstechnischen Anlagen vollständig erneuert und erweitert. Damit reagiert die Stadt Guben auf die veränderten Bedingungen seit der europäischen Osterweiterung und kommt Forderungen der Unternehmen nach mehr Sicherheit nach. Mit
1.3 Millionen Euro wurde und wird das Gelände modernisiert. Gut eine Million Euro wird von der Investitionsbank des Landes Brandenburg als Förderung zur Verfügung gestellt, die übrigen 20 Prozent sind Eigenmittel der Stadt Guben. Seit August letzten Jahres wird damit unter anderem die visuelle Kamera-Überwachung zum Unterstützen des Objektschutzes installiert, die Hauptzufahrt durch eine neue Pförtnerei mit modernen Schrankanlagen sowie Fußgänger- und Radfahrerschleusen ergänzt, um Unbefugten den Zutritt zum Gelände zu verwehren.
Die einstige Berufsschule des früheren Chemiefaserwerks sowie ein ehemaliges Laborgebäude wurden abgerissen, um insgesamt 14 000 Quadratmeter Freifläche zu schaffen. Das Ziel ist dabei, ansässige Unternehmen durch eine erneuerte Infrastruktur zu stärken und beste Voraussetzungen für Neuansiedlungen zu schaffen. Erst im November verschaffte sich der Chef der Brandenburgischen Staatskanzlei Thomas Kralinski einen Überblick über die Fortschritte im Gubener Industriegebiet. Der amtierende Bürgermeister Fred Mahro erklärte, dass die Wirtschaftsförderung Gubens im Jahr 2017 gemeinsam mit der Partnerstadt Gubin organisiert werden soll. Auch vor den Toren des Industriegebietes geht es geschäftig zu. So ist die Forster Straße für viele Unternehmer sehr attraktiv. Zu finden sind hier unter anderem die Städtischen Werke Guben GmbH  sowie das Autohaus Ruprecht, Letzteres gehört seit über dreißig Jahren zum Straßenbild dazu. Als zuverlässiger Ansprechpartner für alle mobilen Belange ist Siegmar Ruprecht bekannt.


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