Dienstag, 28. März 2017 - 21:41 Uhr | Anmelden

Anzeige

Fast eine Milliarde Euro Umsatz in 2016

17. März 2017 | Von | Kategorie: Wirtschaft | | Teilen

Zwei zufriedene Gesichter. Rechts: Jürgen Fuchs, seit Oktober 2016 Vorsitzender der Geschäftsführung der Schwarzheide GmbH gemeinsam mit Dr. Colin von Ettingshausen, Kaufmännischer Geschäftsführer Foto: Denis Kettlitz

BASF Schwarzheide GmbH zieht Jahresbilanz / Standort bleibt weiterhin wettbewerbsfähig

Schwarzheide (MB/dk). Die BASF Schwarzheide GmbH blickt auf ein solides Geschäftsjahr 2016 zurück. „Der Umsatz befindet sich erneut auf einem hohen Niveau. Wir haben trotz eines schwierigen Umfelds 998 Millionen Euro erwirtschaftet“, sagte Jürgen Fuchs, seit Oktober 2016 Vorsitzender der Geschäftsführung, bei einem Pressegespräch in dieser Wochen in Schwarzheide. Gemeinsam mit Dr. Colin von Ettingshausen, Kaufmännischer Geschäftsführer, informierte er über die Entwicklung des Lausitzer Standortes. „Kerngeschäft eines Produktionsstandortes ist es, für die ansässigen Unternehmensbereiche der BASF-Gruppe nach Auftrag und wettbewerbsfähig zu produzieren. Um wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir verschiedene Einflussfaktoren im Blick haben und, wo möglich, selbst steuern“, sagte Fuchs. Herausfordernd seien dabei sich schnell ändernde Märkte, Änderungen, die sich aus Gesetzgebungen ergeben, sowie die demografische Entwicklung in der Region. So wird es in den nächsten Jahren einen verstärkten Fachkräfte bedarf am Standort geben, da es vermehrt zu altersbedingten Abgängen kommen wird. Aktuell arbeiten in Schwarzheide direkt bei BASF 1 746 Mitarbeiter. Am Standort sind es insgesamt 3 340 Personen. Der Lausitzer Standort gehört damit zu den größten innerhalb des BASF-Konzerns. Rund 130 Millionen hat das Unternehmen im zurückliegenden Jahr in die Instandhaltung und Erweiterung von Produktionsanlagen sowie für die Modernisierung von Infrastruktureinrichtungen investiert. Einen Meilenstein bildete dabei die Erweiterung der Compounding-Anlage. Ab diesem Jahr können insgesamt 70 000 Tonnen pro Jahr mehr Ultradur und Ultramid in der Anlage produziert werden. Damit ist die BASF Schwarzheide GmbH der Standort mit der weltweit größten Produktionskapazität. Im Sommer werden die neuen Extruderlinien und Abfüllstationen für die Herstellung der beiden technischen Kunststoffe in Betrieb genommen. Baustart für das Vorhaben war April vergangenen Jahres. Mit der Erweiterung sind 50 Arbeitsplätze entstanden.
Logistische Anbindung
Im kommenden Jahr sollen die Umbauten des Eisenbahnknotenpunktes Ruhland abgeschlossen sein. Für den Produktionsstandort Schwarzheide ist das ein weiterer Schritt, sich zu einem Logistikknotenpunkt zu entwickeln. Die Modernisierung des Bahnhofs Ruhland wird die logistische Anbindung des Standortes vereinfachen. Die Deutsche Bahn investiert 70 Millionen Euro in das Projekt. Rund 132 Kilometer Strecke werden neu gebaut.
Fachkräftesicherung
Die BASF in Schwarzheide bildet über Bedarf aus. „Die Ausbildungsquote liegt bei 9,3 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt“, betonte von Ettingshausen. „Wir decken damit nicht nur unseren eigenen Bedarf an Fachkräften ab, sondern bilden gleichzeitig Chemikanten, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Mechatroniker und Industriemechaniker auch zur Förderung unserer Region aus.“ Nachwuchs für die Naturwissenschaften zu begeistern, das fördert das Unternehmen mit zahlreichen Projekten für verschiedene Altersgruppen in der Region.
Die Zukunft ist digital
„Damit der Standort wettbewerbsfähig bleibt, müssen wir vordenken“, sagte Fuchs. „Dabei wird die zunehmende Digitalisierung in der Arbeitswelt eine große Rolle einnehmen. Wir sind bereits auf einem guten Weg, dürfen den Anschluss jedoch nicht verpassen. Industrie 4.0 wird uns unterstützen, unsere Ziele zu erreichen und die Herausforderungen zu meistern, denen wir uns als Produktionsstandort stellen müssen.“ Mit dem Thema Industrie 4.0 wird sich ein Expertenteam intensiv befassen. Es ist ein Schwerpunkt für 2017.


| Teilen |

Anzeige

Schreibe einen Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren