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Saarland gut, alles gut

31. März 2017 | Von | Kategorie: Kommentar | | Teilen

Die beste Nachricht dieser Woche kam gleich an ihrem Anfang: das Wahlergebnis im Saarland.
Obwohl in diesem kleinsten Flächenland mit SED-Herzensfreund Lafontaine ein zweistelliges Ergebnis für die Linken eingefahren wurde, kam es dort nicht zu Rot-Rot. Ausgerechnet Medienliebling Schulz scheiterte mit seinen Genossen an der Saar. Er, der, wie sich herumgesprochen hat, nicht zu den Schlausten gehört, ließ gleich am Montag verlauten, dass er nun unbeirrt für den Bund auf Rot-Rot setze. Das muss ihm erst einmal einer nachmachen!
Aber das ist nicht die eigentlich gute Nachricht aus dem Saarland. Selbst der respektable Sprung der CDU von 34 auf über 40 Prozent tritt in seiner Bedeutung hinter den Haupterfolg zurück: Die Wahlbeteiligung kletterte von etwas über 61 auf fast 70 Prozent. Die Menschen werden wieder politischer. Andere Landtagswahlen deuteten das zaghaft an, hier nun im westlichsten Deutschland schlug die große Glocke.
Hinter einer sachlich-lockeren Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer sammelte sich ein junges, unbefangenes Team, das in Gesprächen kein Thema scheut. Natürlich hat die Saarländer auch die Frage der Einwanderungen bewegt, das Thema Sicherheit und die Verschiebung der Interessen hin zum rechten, also zum AfD-Flügel. Ob die Wähler nun mit der Situation, die auf eine Große Koalition hinausläuft, zufrieden sind, lässt sich aus so großer Entfernung nicht zuverlässig bewerten. Der Schulz-Hype hat jedenfalls für Bewegung gesorgt – und zwar in erfreulicher Weise. So scheint im Saarland erst einmal alles gut zu sein, und die bundesweiten Perspektiven haben sich verbessert.

Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de


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