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Hänchen: Ein halbes Jahrhundert im Dienste der Schärfe

7. April 2017 | Von | Kategorie: Wirtschaft | | Teilen

Fingerfertigkeit ist beim Instrumentenschleifermeister Thomas Stein im Kolkwitzer Ortsteil Hänchen gefragt. Dieses Handwerkskönnen liegt nun seit 50 Jahren in der Familie F: M.Havasi

Die Werkzeugschleiferei Stein in Hänchen ist deutschlandweit gefragt

Hänchen. Ob große, lange  Papiermesser für ein Peitzer Industrieunternehmen,  Sägeblätter für Bauunternehmen oder Kochmesser für Profiköche: Bei Thomas Stein werden alle Sachen wieder scharf. Das liegt an der Fingerfertigkeit des 52-jährigen  Instrumentenschleifermeisters. Vor 50 Jahren, am 10. April 1967, gründete sein Vater Siegfried Stein in Hänchen (Spree-Neiße) den Handwerksbetrieb. Seit seinem Tod vor einem Jahr führt Sohn Thomas das Unternehmen.
Das Leistungsspektrum des Betriebes ist umfangreich. Schneidwerkzeuge, Technische Messer für die Industrie, Sägeblätter für Baufirmen, chirurgische Instrumente und Spezialwerkzeuge bringt der Handwerksmeister in seinen Werkstätten wieder auf Vordermann.
Der Renner sind zurzeit große Messer für Baumhäcksler. Darüber hinaus verkauft er Gartengeräte und übernimmt den Service.
„Zu meinen Auftraggebern zählen private und gewerbliche Kunden gleichermaßen“, sagt Thomas Stein.  „Sie verteilen sich auf die gesamte Bundesrepublik – von der Lüneburger Heide, über München bis hin zum Bodensee.“ Auch Köche, die in der Schweiz und Österreich arbeiten, zählen dazu. „Besondere Erinnerungen habe ich an eine Tischlerei aus Moskau und einen Koch aus den USA. Das waren schon spezielle Aufträge“, so der Unternehmer.
Von 1980 bis 1982 lernte er im väterlichen Betrieb, danach arbeitete er als Geselle mit. 1989 machte er seinen Handwerksmeister. Nach der Wende arbeitete Thomas Stein für zwei Jahre in der berühmten Messer-Stadt Solingen. Dort lernte er in der weltbekannten Firma Heinr. Böker Baumwerk GmbH und verfeinerte seine Fähigkeiten. Mit diesem Wissen ausgestattet kehrte er 1992 in die Lausitz nach Hänchen zurück.


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