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Wort des Meisters

7. April 2017 | Von | Kategorie: Wirtschaft | | Teilen

Durch meinen Vater und Großvater bin ich von Kind an gemeinsam mit meiner Cousine in das Unternehmen hineingewachsen. Die Faszination an der modernen Landwirtschaftstechnik machte den Reiz für mich aus. In Sonnewalde, Herzberg und Ragow-Merz haben meine Cousine Ricarda und ich derzeit 80 Mitarbeiter. Seit der Firmengründung im Jahr 1959 sind wir dem Hersteller John Deere treu geblieben. Traktoren, Mähdrescher, Häcksler, Rundballen-Pressen oder Feldspritzen vertreiben wir. Hinzu kommen Geräte zur  Rasen- und Grundstückspflege.  Neben der Beratung spielt auch das Vermitteln der Technik eine zentrale Rolle. Diese ist immer komplexer geworden. Bis zu vier Stunden dauert die erste Einweisung durch unsere Fachkräfte.  Auch beim ersten Einsatz auf dem Feld sind wir mit dabei, um sicherzugehen, dass der Fahrer die Technik beherrscht. Nach zwei bis drei Wochen sind wir wieder mit dabei, um zu schauen, ob die Maschine perfekt eingestellt ist. Hier lässt sich viel aus der Technik herausholen. Die Auftragslage in der Werkstatt ist gut. Der Vertrieb stockt derzeit, da die Landwirtschaft  etwa aufgrund der Milch- oder Schweinefleischpreise Schwierigkeiten hat. Hier wünsche ich mir mehr Anerkennung für die Leistung der Landwirtschaft seitens der Großstädter. Es wird viel für das Tierwohl getan und auch weniger Pfanzenschutzmittel eingesetzt. So werden in der Landwirtschaft die Investitionen derzeit geschoben. Das trifft auch uns. Wir suchen Nachwuchs, der sich für die Technik begeistert und nehmen wir am Zukunftstag teil. Bislang haben wir immer die Bewerber bekommen, die wir wollten. Aber klar ist auch, dass wir auf das Feld müssen, wenn andere Feierabend oder Wochenende haben. Wenn die Saison für den Landwirt beginnt, muss Verlass auf die Technik und somit auch auf uns sein.

Julia Schlieper ist Geschäftsführerin der Schlieper Landmaschinen GmbH in Sonnewalde. Das Familienunternehmen führt sie in der 3. Generation. 


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