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Welzow bekommt echte Innenstadt

21. April 2017 | Von | Kategorie: Spremberg | | Teilen

So könnte das neue Welzower Zentrum aus Richtung Nordost nach Südwest künftig aussehen. Rechts der bereits bestehende Norma-Markt, links das neue Landwarenhaus. Und in der Mitte die alte Feuerwehr. Es gibt viel Platz zum Flanieren Repro: Welzow

Firma Profi Canislas GmbH will in der Stadt am Tagebau rund 1,7 Millionen Euro investieren.

Welzow (trz). Gute Nachrichten für die Welzower: Ihr Stadtzentrum wird sich im kommenden Jahr stark verändern. Und zwar zum Positiven. Denn die Firma „Profi Canislas GmbH“ aus dem fränkischen Himmelkron will zwischen 1,6 und 1,7 Millionen Euro investieren. Damit sollen das Umfeld um das historische Feuerwehrgebäude und das Klinkerhaus selbst massiv aufgewertet werden. Hintergrund: Die Kameraden werden in diesem Sommer in ihr neues Domizil an der Spremberger Straße umziehen. Daher würde anschließend das bisherige Gerätehaus leer stehen. Jetzt plant der Investor, in den Fahrzeughallen zwei Geschäfte zu etablieren. Im Obergeschoss sollen die dort bereits vorhandenen Wohnungen modernisiert werden.
Landwarenhaus
Mehr noch: Unmittelbar nebenan ist die Errichtung eines Landwarenhauses mit weiteren drei Ladengeschäften vorgesehen. Das wird auf dem jetzigen Parkplatz, wo bislang der Wochenmarkt stattfindet, gebaut. Das Markttreiben zieht im gleichen Atemzug auf den namensgebenden Platz direkt vor der alten Feuerwehr um, wo dann ein „richtiger“ Markt geschaffen wird.
Inzwischen, so der zuständige Projektentwickler und Betreuer Andreas Dick, sei über die Bauvoranfrage positiv beschieden worden. Jetzt gehe es an die Beschaffung des entsprechenden Geldes. Dieser Prozess werde nicht ganz einfach. Möglicherweise könnten Fördermittel akquiriert werden. Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) erhofft sich dabei Unterstützung von den Denkmalschützern. Schließlich stehe die alte Feuerwehr, die aus wertvollen Klinkersteinen besteht und bereits über 85 Jahre alt ist, unter Denkmalschutz.
Andreas Dick gibt sich ausgesprochen optimistisch. Denn Welzow habe zwar seit der Wende etwa die Hälfte seiner einst fast 8 000 Einwohner verloren, doch seit zehn Jahren präsentiere sich die Einwohnerzahl weitgehend stabil. „Langfristig gesehen zählt die Stadt zum Cottbuser Speckgürtel“, ist sich der Experte sicher. Das bedeute, dass es vermehrt Zuzüge geben werde.
Starke Partner
Andreas Dick arbeitet bereits seit über 20 Jahren mit der Stadt Welzow zusammen. Er kennt also die Gegebenheiten vor Ort. „Wir haben gemeinsam mit dem Rathaus und der Brandenburgisch Technischen Universität bereits ein gutes Stück Weg zurückgelegt“, resümiert der Vogtländer.
Indes habe die „Profi Canislas GmbH“ schon im vergangenen Jahr gut 20 000 Euro in das Areal vor dem benachbarten Norma-Markt investiert. Seitdem gehören die regelmäßigen Überflutungen des dortigen Parkplatzes endlich der Vergangenheit an.
Baustart für das ehrgeizige Vorhaben der Neugestaltung der Welzower Innenstadt sei Anfang 2018, zum Ende des Jahres könnte alles vollendet sein. Im gleichen Zeitraum kümmere sich die Stadt um die Neugestaltung des eigentlichen Marktplatzes. Dort sollen unter anderem ein Brunnen, ein solitärer Baum sowie Sitzgelegenheiten etabliert werden.
Wesentlich komplizierter gestaltet sich laut Birgit Zuchold dagegen die Situation mit den gegenüberliegenden „Schafställen“, einer historisch wertvollen, aber völlig heruntergekommenen Siedlung. „Wir müssten das Areal erwerben, doch der Haushalt gibt das Geld nicht her“, begründet das Stadtoberhaupt.


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