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Cottbus: Korn von Saspows Bauern gemahlen

5. Mai 2017 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus | | Teilen

Richtig war natürlich Ant-wort  B. Wir hatten in unserer letzten Ausgabe die Spreewehrmühle gesucht

Leser erinnern sich an die Cottbuser Spreewehrmühle und ihre Geschichte.

Viele Leser haben die Antwort zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Susanne Haupt. Sie schreibt folgendes: „Dieses schöne Foto zeigt die Spreewehrmühle am Großen Spreewehr in Cottbus. Als Pfahlbaumühle im Jahr 1801 errichtet, wurden hier Gräupchen, Hirse, Ölsaat und Getreide gemahlen und auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch das Korn der Saspower Bauern zu Mehl für die Bäcker der Stadt verarbeitet. Mit ihrem unterschlächtig angetriebenen Wasserrad und ihrer Lage an einem Fluss gilt die Spreewehrmühle als die einzig erhaltene Wassermühle dieser Art in den neuen Bundesländern. Schon im Jahr 1960 wurde sie deshalb als technisches Denkmal entdeckt. Erwähnenswert sei an dieser Stelle auch die stets funktionierende Gastronomie in diesen Räumen. Den Ausschank begann der kluge Müller bereits 1874.“
Auch Klaus Reiter hat sich in der Historie der Mühle umgeschaut: „Eine sehr alte Mühle, bereits 1797 wurde die wasserbetriebene Öl- und Gräupchenmühle erbaut.
1867 erhielt der Besitzer die Erlaubnis zur Schankwirtschaft. Vom Fotografen aus gesehen im
Rücken verläuft die Spree, damals noch mit dem alten Wehr. Dort befand sich ein kleiner Schuppen, wo die Feldbahnlok stand. Sie brachte das Getreide zum Mahlen von der anderen Seite. Bis in die fünfziger Jahre war die Mühle in Betrieb. Unter der Aufsicht der Sowjetarmee wurde nach Kriegsende das Korn für die Bäckerei Koal (heute Weiland) gemahlen. Ab 1965 war die Mühle ein sehr beliebtes Ausflugsziel.
Man konnte sich an der Sandower Brücke ein Ruderboot ausleihen und gemütlich zum Kaffee und Kuchen rudern. Der Apfelstrudel war sehr beliebt. Von 1991 bis 1998 war dort geschlossen, ehe 1999 die neu renovierte Gaststätte wieder in Betrieb ging. 1982 wurde das alte Wehr abgerissen und ein neues mit einer Turbine errichtet.“
Auch Herbert Ramoth kennt sich bestens aus: „Auf dem Foto ist die Spreewehrmühle im Cottbuser Norden zu sehen. Den Namen erhielt sie vom Spreewehr, das im Laufe der Zeit sein Aussehen mehrfach veränderte. Schon sehr früh wurde die Cottbuser Spreewehrmühle als ‘herausragendes Werk der Wasserbaukunst’ gewürdigt. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Mühle intensiv als Getreidemühle genutzt. Die Stilllegung erfolgte dann im Jahre 1959. Der Leerstand der Gebäude in den 1990er- Jahren verschlechterte den Zustand des  Bauwerkes erheblich. Mit der Privatisierung und anschließender umfangreicher Renovierung wird die neben der Mühlenanlage befindliche sehr beliebte Gaststätte ‘Spreewehrmühle’ als Ausflugslokal genutzt.
Mit der Gründung des Spreewehrmühlenvereins im Jahre 2007 wurde dieser dann der Betreiber der Mühlenanlage. Eine umfangreiche Restaurierung des Gebäudes einschließlich der Mühlentechnik machte es möglich, zum Mühlentag 2015 die Spreewehrmühle im Leerlauf-Schaubetrieb wieder zu betreiben. Für diese Leistung Dank und Anerkennung den Initiatoren und allen Mitwirkenden, die dieser touristisch wertvollen Einrichtung wieder zu neuem Leben verholfen haben.“
Die richtige Lösung kannten in dieser Woche auch unsere treuen Leser Hartmut Krause, Marga Hauptmann, Diethard Schulz, Dr. Klaus-G. Thiemann und weitere Leser.
Vielen Dank allen fleißigen Schreibern.


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