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NRW und wir hier

19. Mai 2017 | Von | Kategorie: Kommentar | | Teilen

Nach drei Landtagswahlen mit dramatischen Schlappen für die SPD geht die Politik zur Tagesordnung über. Es gibt, was es nicht gab, nämlich nur Gewinner, und bei der Bundestagswahl, so war schon zu hören, wird natürlich alles ganz anders.
Abgesehen von dem feigen, allenthalben als „ehrenvoll“ gelobten Rücktritt von Frau Kraft könnte das NRW-Ereignis unser Politikverständnis nicht erschüttern. Aber da ist noch ein Umstand, der zu gründlicherem Nachdenken Anlass gibt. Nordrhein-Westfalen gilt bekanntlich seit 1990 als Strukturmodell für unsere Verwaltung hier in Brandenburg. Und wir haben wahrlich eine Menge von dem meist Rot regierten Land übernommen. Die Leidenschaft fürs bedenkenlose kommunale Schuldenmachen zum Beispiel. Nirgendwo sonst gibt es so viele und so hemmungslos hoch verschuldete Städte wie gerade im nun Kraft-losen Bundesland. 57 Milliarden (!) Euro Schulden haben die 396 Städte des größten Bundeslandes. Duisburg  mit   rund 7 000 Euro Nassen pro Einwohner liegt da im   Vergleich zu  Siegburg (8 200) noch ganz gut.
Was soll man verwaltend übernehmen von solch einer schamlosen Region? Fluchtgedanken? Platzeck hat sich schon lange vor Kraft aus dem Staube gemacht, ebenfalls mit sattem Milliarden-Debakel.
Cottbus steht für NRW-Maßstäbe noch ganz manierlich da. Mit 2 500 Euro Schulden pro Kopf, die gerade im CTK geborenen Würmchen eingeschlossen. Wahlen stehen hier nicht an; wir wurden grad betrogen mit der „nicht spruchreifen Gebietsreform“, die nach dem Ankreuzen gleich zuschlug. Vielleicht sollte Frau Kraft dem Woidke raten, einfach mal zwischendurch unterzutauchen.

   

Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de


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