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Ruhige Rast auf dem Weg in den Spreewald

2. Juni 2017 | Von | Kategorie: Spreewald | | Teilen

Wenn im Text, dann: Marc Beyer serviert seinen Gästen regionale Gerichte nach alten Spreewald-Rezepten

Gaststätte „Glück Auf“ mit einmaliger Geschichte

Burg/Spreewald (bw). Es ist fast nicht zu glauben, aber in Burg, dem „Tor zum Spreewald“, gibt es eine Gaststätte mit dem Namen „Glück Auf“! Erwartet man diesen Namen nicht eher in Ortschaften mit Braunkohlentradition? Bodo Klettke, seit über 30 Jahren Gastronom und im Spreewald zu Hause, ist auf diese Frage
vorbereitet. „Vor Kurzem hat mich wieder ein Gast, der aus dem Ruhrgebiet kam, gefragt, wie die Bezeichnung zu Stande kam, da es bei ihm zu Hause in jedem dritten Ort eine ‚Glück Auf’-Gaststätte gibt. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges hieß dieses Ausflugsziel ‚Zu den deutschen Eichen’. Der Name musste geändert werden. Da 1946/47 vorrangig Kinder aus Lausitzer Bergbaueinrichtungen zur Erholung hier untergebracht und die Betriebe, von denen die Kinder geschickt wurden, mit Kohle für Heizung und Küche bezahlten, hatte sich bei den Einheimischen schnell der Namen ‚Glück auf’ eingebürgert. Und so heißt unsere Gaststätte heute noch.“ Radler, Autoreisende, Biker und natürlich auch Wanderer, die von Burg nach Burg-Kauper oder noch weiter in das urwüchsige „Geflecht“ von Fließen und Kanälen des Oberspreewaldes unterwegs sind, können so direkt an der Burger Kurortroute ihre Rast in dieser gemütlichen Gaststätte einlegen.

„Unsere Speisekarte bietet gute deutsche Küche mit Erzeugnissen der Region, wir haben besonders viele Fisch- und Wildgerichte und können durchgehend warme Speisen servieren“, erzählt Bodo Klettke. Ein Aufsteller lockt, leckere Spreewaldplinse oder einen der beliebten Riesenwindbeutel zu bestellen.

Die Gaststätte „Glück Auf“ liegt direkt an der Kurortroute und lädt mit seinem schattigen Biergarten auch im Sommer ein

Wer die Karte aufmerksam liest, kann auch schnell die traditionelle Spreewaldgurke darauf finden. „Viele Gäste schwärmen von unserer gedünsteten Forelle mit Spreewaldsauce, Salzkartoffeln und … genau! – einer Spreewaldgurke“, erzählt der erfahrene Gastronom und lacht. Auch Reh-, Hirsch- und Wildschweingerichte werden oft verlangt. Das Geheimnis der Rezepte und ihrer Zubereitung wird von Küchenchef Frank Beyer sorgsam gehütet.

Ihm ist es wichtig, tatsächlich „aus der Region“ zu kochen, wie er sagt. Glanzvoll wird es, wenn für eine Familienfeier, ein Firmenjubiläum oder ein Vereinsfest neben dem „Essen wie bei Muttern“ auch das dazu passende Besteck und Geschirr mit historischem Dekor bestellt wird. Also unbedingt ausprobieren und am Burger Hafen vorbei in Richtung Bismarckturm fahren, links abbiegen, um auf der Kurortroute zu bleiben, noch 800 Meter Geduld aufbringen und dann eine schöne Rast in der Gaststätte „Glück Auf“ genießen !

„Essen wie bei Muttern“ mit historischem Besteck und dazu passendem Geschirr ist etwas ganz Besonderes


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