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Großkoschen: 16 Ferientage für 15 Ostmark

16. Juni 2017 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Senftenberg | | Teilen

A war richtig – wir hatten mit der letzten Ausgabe Großkoschen erreicht

Leser erinnern sich an das Kinderferienlager des BKK Senftenberg.

Zahlreiche Leser haben die richtige Lösung zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehören auch Rita und Norbert Klar. Sie schreiben folgendes: „Das Kinderferienlager des BKK Senftenberg in Großkoschen wurde in den Sommerferien 1973 zuerst für 100 Kinder pro Durchgang (drei Durchgänge) eröffnet. In jeder Hütte fanden fünf Personen Platz. Im Jahr 1974 kamen weitere Hütten dazu. Außerdem wurde die ehemalige Trafostation zum Bettenhaus mit Hausmeisterwohnung umgebaut. Kapazität: 200 Kinder pro Durchgang. Rita hat 1974 und 1975 dort als Helferin gearbeitet. Norbert hat in den Jahren 1973, 1974 und 1975 dort als Helfer (Kultur-Obmann) gearbeitet. Im Juni hat er bei der o.g. Erweiterung des Lagers ‘gejobbt’. Wir haben uns 1974 dort kennengelernt und sind nun im September 2017 bereits 40 Jahre miteinander verheiratet. Zusammen mit den Ferienkindern haben wir in den drei Anfangsjahren auch die Lagerchronik gestaltet: Neptunfeste, Sportfeste, Geländespiele, Musik, Tanz, Kino, Kulturveranstaltungen, Exkursionen.
Und das Essen war ausnahmslos erstklassig. 16 Tage für 15 Ost-Mark pro Kind!“
Andreas Rakel schreibt: „Ich persönlich kenne diesen Ort noch unter der Bezeichnung Drehpunkt, als an dieser Stelle noch ein Hartplatz war und der Großkoschener Fußball hier seine Spiele austrug.
Später (ca. 1970) wurde der Bergsportplatz fertiggestellt und der Fußball zog in den Ort um. Danach entstand das Kinderferienlager des BKK Senftenberg an diesem Ort.“
Ute Grieger merkt an: „Auf dem Foto ist das Kinderferienlager des Braunkohlenkombinates Senftenberg in Großkoschen zu sehen mit seinen Finnhütten im Wald. Ich selbst war als Kind zwischen 1974-1976 zweimal dort als Ferienkind. Aufgrund der Vielzahl der Kinder war der Essenraum zu klein, so dass es ‘Lagerfreundschaft 1’ und ‘Lagerfreundschaft 2’ gab; d.h. es musste in zwei Gängen essen gegangen werden. Es waren zehn Kinder in einer Gruppe, und es gehörten zwei Finnhütten zu einer Gruppe; d.h. fünf Kinder pro Hütte. Später wurde ein neues und größeres Gebäude gebaut, wo alle Kinder gleichzeitig essen konnten. Nach dem Abriss der Hütte blieb dieses Gebäude noch einige Zeit stehen, verfiel aber nach und nach, sodass es auch abgerissen wurde. Aber nach der politischen Wende gab es diese Ferienlager nicht mehr.“
Ehrfried Hentschel schreibt: „Die zwei (von 20 Stück) gezeigten Finnhütten in Großkoschen am Senftenberger See sind ein Teil des Kinderferienlagers des VEB BKK Senftenberg. Pro Durchgang konnten sich ca. 220 Kinder dort erholen (jährlich ca. 600). Die Finnhütten wurden 1973 errichtet und mit der Wende platt gemacht! Ein Testaufbau wurde Anfang der 1970er-Jahre an der Sporthalle Aktivist in Senftenberg realisiert und dann nach Großkoschen umgesetzt. Das Einzige, was noch an das Kinderferienlager mit den Finnhütten erinnert, ist der am Rande der Freifläche abgelegte, seltene ca. 20 Tonnen schwere Megafindling (Småland-Granit) aus dem Tagebau Meuro. Er war damals ein Kletterplatz für die Kinder, heute wird er nur noch von Wölfen und Wildschweinen besucht.


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