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Cottbus: Naturverbunden mit Schilfdach

30. Juni 2017 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus | | Teilen

Richtig war natürlich Antwort C – Wir hatten in der letzten Ausgabe den Werner-Steg in Cottbus gesucht

Leser erinnern sich an den alten Werner-Steg, der die Spree überquerte.

Viele Leser haben die Antwort zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Otto Blunck. Er schreibt: „Das Rätselbild zeigt sehr romantisch den Wernersteg, der 1912 eingeweiht wurde. Sein Namensgeber war Paul Werner, seinerseits Oberbürgermeister. Bis zum April 1945 gab es diese Brücke, die dann durch ein Feuer vernichtet wurde.“
Noch mehr im Stoff steht Dr. Christian Lehm: „Diese Fußgängerbrücke wurde von Grünebaum finanziert und erhielt den Namen ‘Wernersteg’. Diese Fußgängerüberführung wurde Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört. Dann begann eine wechselvolle Geschichte. Anno 1957 wurde stromaufwärts eine Behelfsbrü-cke errichtet, deren Fertigstellung kurz vor dem Pressefest erfolgte. 1960 wurde sie ersetzt durch eine Brücke aus Stahlbetonfertigteilen, die erste Brücke dieser Art im Raum Cottbus, deren letzte Reste 1995 für den Neubau des Fußgängersteges zum Gelände der Bundesgartenschau abgerissen wurden, nachdem bereits Teile dem Neubau der Brücke über die Spree im Zuge des Stadtringes weichen mussten. Die Fertigteile waren eine Cottbuser Erfindung gewesen. Die Holzbrücke von 1995 wurde am 3./4. Dezember 2011wegen Baufälligkeit abgerissen. Derzeit erzählt man, dass für die Holzbrücken im Rahmen der Bundesgartenschau (siehe Lönssteg und Brücke über das Fließ in Schmellwitz) nicht die erforderliche Holzqualität aus Kostengründen verwendet worden sei. Es hat wohl aber auch an der nötigen Wartung gefehlt.“
Weitere Informationen zur Uferbebauung hat Klaus Herold: „Es handelt sich um ein altes Foto, offensichtlich um die Erstbebauung. Der Steg verband die Ostseite der Spree mit der Westseite. Auf der Westseite wurde im Jahr 1925 unter Oberbürgermeister Dreifert das Städtische Sommerbad als erstes Gemeinschaftsbad eröffnet. Der rasche Tod des amtierenden OB erahnte wohl keiner bei der Eröffnungsansprache, nämlich nur drei Tage später.“
Wolfgang Bauch merkt an: „Die ‘naturverbundene hölzerne Brü-cke mit Schilfdach’ sollte den Cottbusern den Fußweg zum Branitzer Park verkürzen. Sie wurde ca. 1912/13 auf Anregung des damaligen Oberbürgermeisters Paul Werner errichtet und ihm zu Ehren als Werner-Steg bezeichnet.“


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