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Dörrwalde ist auf die Linde gekommen

28. Juli 2017 | Von | Kategorie: Top-Themen | | Teilen

Blick auf einen Teil der neuen Dörrwalder Lindenallee entlang der Dorfstraße Fotos: T. Richter-Zippack

Dorffest am 5. und 6. August hält einen besonderen Höhepunkt parat / Kutschen treffen sich wieder.

Dörrwalde (trz). Die Dörrwalder lieben ihren Linden. Im Herbst 2016 wurde entlang der Ortsdurchfahrt mit 44 Winterlinden eine neue Allee begründet. Denn ihre Vorgängerin war in die Jahre gekommen. Ein Baum nach dem anderen erkrankte, sodass letztendlich die Entscheidung für den Generationsschnitt getroffen wurde. Jetzt also die jungen Winterlinden. Die Sympathie der Einwohner für diese Bäume hat sich jetzt sogar auf die örtliche Bushaltestelle übertragen. Denn das Wartehäuschen wird zur „Lindenwarte“ umfunktioniert. Einen neuen Anstrich gibt es bereits, natürlich in lindgrün, jetzt soll noch ein gemaltes Kunstwerk zum Thema „Linde“ entstehen. Darüber hinaus wird eine Infotafel aufgestellt, auf der Spannendes zu den Linden, zur Allee und zum Dorf festgehalten ist.

 

Einweihung zum Fest

 

Eingeweiht werden soll das Ensemble zum Dorffest mit Kutschentreffen. Am Sonntag, 6. August, um 10.30 Uhr gibt es vor Ort einen kleinen Empfang, teilt Ortsvorsteher Jörg Bergner mit. Das Dorffest beginnt indes bereits am Sonnabend, 5. August. Ab 20 Uhr gibt es auf dem Festplatz Disko, informiert der Dörrwalder Dorfverein als Organisator. Am Sonntag beginnt um 11 Uhr das Konzert der Lausitzer Blasmusikanten aus Welzow. Und um 14 Uhr startet das traditionelle Kutschentreffen mit einem Fahrturnier in den Kategorien Groß- und Kleinpferde/Pony groß und klein, jeweils als Einspänner, Zweispänner oder Vierspänner auf der Wiese am Ortsrand hinter dem Dorfplatz.

 

Wassergraben reizt

 

Der Höhepunkt des Parcours ist die Durchfahrt des Wassergrabens. Es wird wieder für ausreichend schattige Sitzplätze für die Zuschauer gesorgt. Bis 12 Uhr ist der Eintritt frei, Kinder bis zwölf Jahre haben ganztägig freien Eintritt. Darüber hinaus ist die Kirche für Besichtigungen geöffnet. Dort können sich die Gäste hautnah vom „Wunder von Dörrwalde“ überzeugen. Schließlich wurde nach der Wende nicht nur das Gotteshaus vor dem endgültigen Verfall gerettet, sondern auch der 36 Meter hohe Turm wieder aufgebaut.
Erstmals zum Dorffest können die Besucher im nagelneuen Festzelt des Dorfvereins Platz nehmen. Dank einer Zuwendung der PNE Wind AG wurde die Anschaffung finanziert. Eine weitere geldliche Unterstützung gab es für die neue „Lindenwarte“.
Ein zusätzliches Projekt steht indes bereits in den Startlöchern. Nämlich der Bau eines Feuchtbiotops am südlichen Ortsrand. Es soll ab nächstem Jahr das Wasser aus der Straßenentwässerung der Dörrwalder Gräben aufnehmen. Dabei handelt es sich um ein Ausgleichsvorhaben vonseiten der „Windmüller“, die im Bereich Woschkow/Leeskow weitere Windräder installieren wollen.
Aktuell leben in Dörrwalde nach Angaben der Stadt Großräschen 154 Einwohner. Der Ortsteil präsentiert sich wunderbar gepflegt. In Dörrwalde gibt es zahlreiche Bauernhöfe. Viele betreiben die Landwirtschaft im Nebenerwerb. Wahrzeichen sind die Kirche sowie die bekannte Holländer-Windmühle. Übrigens: Am 26./27. August verwandeln sich die Mühlengäste als Theaterbesucher zu Hochzeitsgästen. Mehr Infos unter 035753/69600.


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