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Lieberose: Michael Becker gibt den Tipp

4. August 2017 | Von | Kategorie: Damals war´s | | Teilen

Richtig war natürlich Antwort A – Wir hatten das Deutsche Haus in Lieberose gesucht

Erinnerungen an das „Deutsche Haus“ im Ackerbürgerstädtchen Lieberose.

Viele Leser haben die Antwort zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Kurt Noack aus Groß Kölzig. Er schreibt kurz und bündig: „Beim Erkennen des letzten Fotos aus der Niederlaussitz-Geschichte hat der Märkische Bote  tüchtig mitgeholfen. Die gegebenen Hinweise auf die berühmten Schulenburgs und die nahe Heide lassen keinen Zweifel, dass das Hotel sich in Lieberose befindet.“Viele Leser haben die Antwort zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Kurt Noack aus Groß Kölzig. Er schreibt kurz und bündig: „Beim Erkennen des letzten Fotos aus der Niederlaussitz-Geschichte hat der Märkische Bote  tüchtig mitgeholfen. Die gegebenen Hinweise auf die berühmten Schulenburgs und die nahe Heide lassen keinen Zweifel, dass das Hotel sich in Lieberose befindet.“Auch Annemarie Grimmler aus Cottbus weiß Bescheid: „Dieses architektonisch doch ganz hübsche Haus befindet sich in LIeberose. Leider kann ich das nicht aus eigenem Wissen heraus so behaupten. Aber ich erinnere mich, dass der Schauspieler Michael Becker den Fakt mit seiner Sommerwohnung in Lieberose bei einer Veranstaltung ausführlich darlegte. Er sprach liebevoll und enthusiastisch von seinem ‘Rückzugsort in der warmen Jahreszeit’, sodass mir dieser Bezug im Gedächtnis haften blieb.“Herbert Ramoth, ebenfalls aus Cottbus, hat in der Geschichte recherchiert: „Mit persönlichen Erlebnissen kann ich zu Ihrem Bild nicht dienen, aber ihre Hinweise zum gesuchten Ort sind so eindeutig (‘die nahe Heide und das Schloss, das nur in Restteilen erhalten ist’  und dazu der Name derer von der Schulenburg), dass nur Lieberose als Lösung in Frage kommt. „Das Geschlecht derer von der Schulenburg ist ein zunächst brandenburgisches, später Brandenburg-preußisches Adelsgeschlecht. Im Jahr 1943 forderte die SS von Graf Albrecht von der Schulenburg 8000 Hektar Forst zur Erweiterung ihres Truppenübungsplatzes ,Kurmark‘ und drohte mit Enteignung. Auch sollte der Graf freiwillig Schloss Lieberose verlassen und seine Herrschaft verkaufen, was er jedoch bis Kriegsende durch Verhandlungen hinausschob. Danach wurde sein Besitz von der späteren DDR entschädigungslos enteignet. Zwei Angehörige des Geschlechts, Fritz-Dietlof und Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg, gehörten bei der Erhebung gegen Hitler zum Verschwörerkreis des 20. Juli 1944 und wurden hingerichtet.“ In der Historie geforscht hat auch Wolfgang Bauch aus Cottbus: „Die Beantwortung der Frage fällt nicht schwer. Es ist kein anderes als das Lieberoser Schloss, auf welches der Fingerzeig ‘nur in Restteilen erhalten’ zutrifft. In Peitz gibt es Reste einer Festung, auf dem Burger Schlossberg gab es wohl in der Eisenzeit eine Burg und später eine slawische Burganlage. Einer Sage nach hatte der König der Wenden dort seine Residenz. Von all dem ist indes nichts erhalten. Das Schloss Lieberose geht auf eine Wasserburg zurück, die im Zuge der deutschen Landnahme in der heutigen Niederlausitz entstand. Das heutige Schloss war Sitz der Standesherrschaft Lieberose. Im Jahr 1657 ist es bei einem Stadtbrand erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der jetzige Zustand geht auf den zweiten Weltkrieg und seine Folgen zurück. Der Nordflügel wurde durch Fliegerbomben beschädigt und nach dem Krieg abgerissen. Als Folge dessen verlor wohl der Schlossturm seine Stabilität und stürzte anno 1975 ein. Die vormalige Gründung der Fundamente auf sumpfigem Boden auf Eichenpfählen (Pfahlgründung) mag ihr Übriges dazu beigetragen haben. Der Westflügel fehlt gänzlich. Das Schloss oder was von ihm geblieben ist, wird derzeit rekonstruiert, was aber noch einige Jahre in Anspruch nehmen dürfte. Auch wenn allein schon der verbliebene Schlossteil beeindruckt, ist es in der Tat richtig, von Restteilen zu sprechen.“Renate Brinke ist von Lieberose ganz begeistert: „Lieber Bote, was haben wir doch für eine schöne Heimat. Das abgebildete Hotel kenne ich zwar nicht, aber die Hinweise sagen mir eindeutig  es kann sich nur um Lieberose handeln. Die anderen beiden kommen nicht in Frage, denn in Burg gibt es weder ein altes fast verfallenes Schloss, noch eine Heide. Peitz wiederum liegt nicht weit von besagter Heide entfernt, hat aber kein altes Schloss“Die richtige Lösung kannten auch  Susanne Haupt, Reinhard Borrmann,  Ingeborg Karwoth, Katrin Lehmann, Jens Pumpa, Hannelore Kattusch (alle Cottbus), Rainer Wollmann (Kolkwitz) und weitere Leser.


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