Donnerstag, 17. August 2017 - 19:20 Uhr | Anmelden

Anzeige

Trotz des Regens: Pilze sind knapp in Forst

4. August 2017 | Von | Kategorie: Ratgeber | | Teilen

Pilzberater Klaus Wilde berät jeden Dienstag von 15 bis 16 Uhr im Forster Kreishaus (Haus D, 4. Etage). Hier präsentiert der Experte via PC Ohrlöffelstachelinge, die auf einem Kiefernzapfen wachsen. Essbar sind diese Pilze allerdings nicht
Foto:
T. Richter-Zippack

Forster Fachmann Klaus Wilde rät zu Geduld Giftige Doppelgänger / Pilzreste aufbewahren.

Forst/Spree-Neiße (trz). In den vergangenen Wochen hat es häufig wie aus Kannen geschüttet. Dennoch profitieren die heimischen Pilze vom Nass nur bedingt. „Der meiste Regen ist sofort abgeflossen. Er konnte das Pilzmycel gar nicht erreichen“, weiß Klaus Wilde aus Forst, der bereits seit rund 45 Jahren als Pilzberater tätig ist.
Zwar sieht man an den Waldrändern viele Autos von Pilzsuchern, doch die Ausbeute sei nicht selten gering. Besonders im Osten und Norden des SPN-Kreises lasse das Wachstum zu wünschen übrig. Besser sehe es da im Raum Drebkau aus, wie der dortige Pilzberater Lutz Helbig bestätigt. Das A und O für eine reiche Pilzausbeute, so Klaus Wilde, sei ohnehin das Wasser. Kein Wunder, bestehen die Sporengewächse doch zu 90 Prozent aus dieser Flüssigkeit. Zudem bringen heiße Temperaturen, so wie in der ersten August-Woche, das Wachstum meist zum Erliegen. „Die begehrten Steinpilze und Pfifferlinge“ sind derzeit nicht häufig“, weiß Wilde. Und wer tatsächlich auf prächtige große Exemplare stößt, müsse meist den Maden den Vortritt lassen.
Indes rät Klaus Wilde zu Geduld: „Die Hochzeit der Pilze steht erst bevor. Im September geht es richtig los.“ Aber eben nur, wenn das Wetter mitspielt.
Indes sei bei Pilzmahlzeiten Vorsicht geboten. Man sollte nur frische Pilze essen und auch keine großen Mengen. Zudem können sich gerade bei Steinpilzen ungenießbare Doppelgänger, und zwar der Gallenröhrling, eingeschlichen haben. Daher empfiehlt Klaus Wilde, zur Sicherheit von den Pilzgerichten immer etwas aufzuheben, damit im Fall der Fälle der Arzt sogleich die notwendige Behandlung verabreichen kann.


| Teilen |

Anzeige

Schreibe einen Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren