Donnerstag, 17. August 2017 - 19:30 Uhr | Anmelden

Anzeige

Laubst: Laubst bekommt die „Kirche Plus“

11. August 2017 | Von | Kategorie: Spree-Neiße | | Teilen

Gotteshaus ist künftig auch für Veranstaltungen nutzbar / Turm wird wiederaufgebaut.

Laubst (trz). Das Jahr 2017 seinen Platz in der Laubster Ortschronik sicher haben. Denn genau ein halbes Jahrtausend nach der Reformation geht die Erweiterung des Gotteshauses ins Finale. Mehr noch: Der Kirchturm wird wieder auferstehen.
Doch der Reihe nach: „Kirche Plus“ heißt das Projekt, das derzeit im Drebkauer Ortsteil seine Umsetzung erfährt. Neben den kirchlichen Aktivitäten wird das Gebäude für weitere Nutzungen fit gemacht. Nach Angaben von Pfarrer Robert Marnitz von der Kirchengemeinde Leuthen-Schorbus kann das Gotteshaus künftig auch als Versammlungsraum der Laubster genutzt werden. „Denkbar sind unter anderem Kino in der Kirche, Treffen der Bastelfrauen und der Jagdgenossenschaft; kurzum ein fröhlicher Raum des Lebens.“
Um dieses in der Region bislang einzigartige Ziel zu erreichen, werden behindertengerechte Toiletten eingebaut. Die Sakristei erhält eine Küche, und die Kirche wird renoviert. Dafür gibt es Unterstützung aus einem Förderprojekt der EU.
Außerdem soll noch in diesem Jahr der Kirchturm wieder komplettiert werden, kündigt Marnitz an. Vor über fünf Jahren mussten Helm und Haube abgenommen werden. Sie erfuhren ihre Sanierung auf dem Erdboden unmittelbar neben dem Gotteshaus. Der eigentliche Turm wurde bis in eine Höhe von anderthalb Metern abgetragen und musste neu aufgemauert werden. Voraussichtlich Mitte Oktober kehren Haube und Laterne auf den nunmehr stabilen Turm zurück. „Das wird mit einem großen Kran ein Riesenereignis für Laubst“, sagt der Pfarrer. Natürlich erfolgt auch die Bekrönung mit der Kugel. Und die Wetterfahne erhält die Jahreszahl „2017“.
Die Einweihung der „Kirche Plus“ mit alten neuem Turm soll im Jahr 2018 erfolgen. Ein möglicher Termin wäre zu Ostern. Insgesamt schlägt das Vorhaben mit rund 600 000 Euro zu Buche. „Ohne Unterstützung der Landeskirche und des Kirchenkreises wäre das Projekt nicht zu stemmen gewesen“, lobt Robert Marnitz. Nicht zuletzt sei die Vorfreude bei den Laubstern riesengroß. Schließlich habe das Vorhaben viele Nerven gekostet und sei nicht immer ganz einfach gewesen. Doch nun findet alles sein gutes Ende. Eben als „fröhlicher Raum des Lebens“.


| Teilen |

Anzeige

Schreibe einen Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren