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Baumschnitt im Herbst

1. September 2017 | Von | Kategorie: Bauen & Leben | | Teilen

Bei umfangreicheren Baumarbeiten setzt das Team von baumpflege BALKOW unter anderem einen 26- Meter-Lkw-Hubsteiger mit einer Seiten-Auslage von 18 Metern ein Foto: J.Kurze

Auch hier ist weniger manchmal mehr – rät der Fachmann.

Region (jk). Bei vielen Pflanzen pausiert das Wachstum im Herbst und es ist Zeit, um Stauden, Sträucher, Hecken und Kübelpflanzen zurückzuschneiden. Auch Bäume vertragen nun einen Rückschnitt. Dennoch gilt es einiges zu beachten. „Baumpflege ist eigentlich das ganze Jahr über möglich, wenn es um die Beseitigung von Totholz geht“, so Garten- und Landschaftsbauer Jens Balkow. Im August 2011 gegründet ist sein Unternehmen „baumpflege BALKOW“ inzwischen auch dank der kontinuierlichen Weiterbildung ein gefragter Ansprechpartner für private und öffentliche Auftraggeber, wenn es um kleine und mittleren Aufträge für Baumpflege- und Fällarbeiten in der Region geht. „ Der optimale Schnittmonat für Steinobstbäume wie Kirschen, Aprikosen und Pfirsiche ist Juli bis September. Die Walnuss ist am besten im August oder September zurückzuschneiden, wenn sie am wenigsten blutet. Und generell gilt: weniger ist mehr“, so Jens Balkow, „Oft sieht man in Hobbygärten erschreckende Kreaturen, die sich einst Obstbäume nannten. Diese Gestalten ähneln eher einer ausgemusterten Fernsehantenne. Falsche Schnittmaßnamen führen zu explosionsartigen Austrieben von Wasserschossen. Die Folge ist dann ein Totalschaden, Baumkronen müssen über einen langen Zeitraum wieder aufgebaut werden – wenn es überhaupt noch möglich ist.“ Wichtig für kleinere Arbeiten sind scharfe Werkzeuge, die einen glatten Schnitt ermöglichen. Die Schnittstellen sollten so klein wie möglich gehalten werden, sonst droht die Gefahr eines Pilzbefalls. Baumscheren und Handsägen eignen sich gut zum Stutzen kräftigerer Zweige und dichter Gehölze. Ein elektrischer „Fuchsschwanz“ mit dem passenden Sägeblatt erleichtert die Arbeit. Die Astschere hat besonders lange Griffe und eine kräftige Schneide und schneidet somit auch zentimeterdickes Holz gut – wenn es sich in erreichbarer Höhe befindet. Beim Auslichten eines Baumes hilft eine spezielle Baumschere mit Seilzug oder elektrischem Antrieb an einem ausziehbaren Teleskopstiel. Bei höheren Bäumen sollte allerdings auf abenteuerliche Kletterei verzichtet werden, da muss der Profi ran – erst recht, wenn ein Baum gefällt werden soll. „Wir erkundigen uns auf jeden Fall vorher auch nach der jeweils regional gültigen Baumschutzsatzung “, so Jens Balkow. Die offizielle Fällsaison beginnt übrigens am 1. Oktober.


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