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Das erste Hochhaus von Cottbus

8. September 2017 | Von | Kategorie: Wirtschaft | | Teilen

Rund um den Kreuzungsbereich Straße der Jugend – Stadtring haben sich zahlreiche Unternehmer und Dienstleistungseinrichtungen niedergelassen Fotos: Jens Kurze

Viele Unternehmer schätzen die gute Lage am Verkehrsknoten Straße der Jugend – Stadtring.

Cottbus ( jk). Wenn man wieder einmal bei Rot an der Ampel steht und den Blick über die Kreuzung schweifen lässt, dann setzt schon mal das Staunen ein, wie schnell die gravierenden Veränderungen im Stadtbild zum Alltag geworden sind. Der Zehngeschosser Straße der Jugend 33 wurde in den Jahren 1960 bis 1962 in Großblockbauweise errichtet und gilt als das erste Hochhaus von Cottbus. Bis zur Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkrieges war hier übrigens eine große Gartenanlage, die dem gutbürgerlichen „Geselligen Verein Wintergarten“ gehörte – daher hieß das Gelände mit dem kleinen Park bis in die Sechziger Jahre im Volksmund einfach „Wintergarten“. Das markante Haus mit 30 Metern Höhe wurde damals aus Wohnungsmangel als Ledigenwohnheim errichtet und war lange Zeit eine gefragte Adresse. In den Jahren 1992 und1993 wurde das Hochhaus von der GWC umfassend saniert, behindertengerecht ausgestattet und mit zwei Aufzügen versehen. Seither dient es als Bürogebäude und bietet vielen Unternehmen Platz. Ob Architekt, Physiotherapeut, Versicherungsmakler, Zahnarztpraxis oder Herrenschneiderei – die Räumlichkeiten mitten in der Stadt sind beliebt. „Beraten, helfen, unterstützen“ das ist das Credo der AMOS soziale Hilfen gGmbH – der Gesellschaft zur Hilfe für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen, die ihre Räume im 4. Obergeschoss des Hochhauses Straße der Jugend 33 hat. „Jeder von uns kann in Situationen geraten, in denen die eigenen Probleme derartig schwerwiegend sind, dass man sie trotz aller Bemühungen nicht mehr eigenständig lösen kann. An diesem Punkt kann es hilfreich sein, sich über geeignete Hilfemaßnahmen zu informieren. “, so Monika Weichert, Assistentin der Geschäftsführung am Standort Cottbus.
Der angegliederte soziale Zweckbetrieb FAMOS befindet sich am gleichen Ort und ergänzt das soziagogische Betreuungsangebot: für die Klienten vom betreuten Wohnen sowie für andere meist langzeitarbeitslose Menschen werden sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten und somit eine Tagestrukturierung durch ein Arbeitstraining geschaffen, die ihnen eine Rückkehr ins Berufsleben erleichtern sollen. „Die Brotbüchse“ ist nebenan im Hof der Pyrastraße 16 beheimatet. Daniel Benthner wagte 2005 den Neuanfang und gründete einen mobilen Frückstücksbringdienst für Firmen. In der Woche werden überwiegend halbe belegte Brötchen oder Canapé geordert. Mal ein Firmenfrühstück, mal ein Empfang – oder einfach eine Geburtstagsüberraschung. An den Wochenenden zaubern er und sein Team unter dem Namen „Gaumenfreude-Lausitz“ so ziemlich alles, was an Catering gewünscht wird und packen das Ganze auf Wunsch auch in ein Rundum-Sorglos-Paket inclusive Servicepersonal, mobiler Zapfanlage, Geschirr undTischdekorationen. Auch gegenüber sind die veränderten Gebäudestrukturen und die damit verbunden Nutzungsänderungen aus dem Jahr 2007 deutlich. Die großen Wohnscheiben in der Görlitzer Straße und der Weinbergstraße wurden abgerissen. Bei den Häusern Weinbergstraße 1 bis 3 entlang der Straße der Jugend wurde ein anderer Weg gewählt: das achtgeschossige Haus Weinbergstraße 2 wurde bis auf das Erdgeschoss abgetragen und blieb als Verbindung zwischen den nicht zurückgebauten Häusern 1 und 3 stehen. In diesen flachbauähnlichen Räumen gibt es einen umfangreichen Gewerbemix, der von einem Friseursalon über eine Zahnarztpraxis, Druckerei, Uhrmacher, einer Spielothek bis hin zum Bestattungsunternehmen reicht.


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