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Dreikampf in Vetschau um Chefposten

15. September 2017 | Von | Kategorie: Personen | | Teilen

Der parteilose Vetschauer Bürgermeister Bengt Kanzler möchte sich weitere acht Jahre für die Stadt engagieren F: M.K.

Am 24. September wird in Vetschau der Bürgermeister für acht Jahre gewählt.

Vetschau (mk). Lange Zeit sah es in Vetschau so aus, als das der Amtsinhaber Bengt Kanzler sich allein zur kommenden Bürgermeisterwahl stellen will. Dank Uwe Jeschke (SPD) und Stefan Schön (Grüne) haben die Vetschauer nun die Wahl. Der parteilose Rathauschef, der von der CDU aufgestellt wurde, hat sich viel vorgenommen für die kommenden acht Jahre. In seinem Programm mit dem Titel „Vetschau 2025“ will er neue Eigenheimstandorte entwickeln, den Stadtumbau vorantreiben, Schloss und Park weiter sanieren und die Wirtschaftsförderung soll Chefsache bleiben. Zudem will er einen Unternehmerstammtisch etablieren. Weiterentwickelt werden sollen die Schulstandorte in Missen und Vetschau. In der Stadt sollen ein Bildungs- und Familienzentrum entstehen. Weiterhin steht der Amtsinhaber für die Inbetriebnahme der drei Niederlausitzer Bahnhalte. Den Tourismus bezeichnet Bengt Kanzler als Wirtschafts- und Imagefaktor. So soll Raddusch zum staatlich anerkannten Erholungsort entwickelt werden. Nach der Erkenntnis, dass sich das Land nicht bei der Betreibung der Slawenburg beteiligt, soll ein Zukunftskonzept erstellt werden. Den Ortsteilen und Vereinen will Bengt Kanzler weiter zur Seite stehen.
Der Vetschauer Tierarzt Stefan Schön tritt für die Grünen an. Er will den Griebenowpark als städtischen

Der Vetschauer Tierarzt Stefan Schön (Die Grünen) will markanten Gebäuden zu neuem Glanz verhelfen Foto: privat

Erholungspark mit Kinderspielplatz und Fitnessgeräten für Erwachsene entwickeln. Seine Forderung: kein Verkauf und keine Privatisierung des Parks!“. In seinem Programm will er auch den zentrumsnahen Wohnungs- und Eigenheimbau fördern. Gebäuden wie dem Bahnhof, der alten Feuerwehr oder der Post will er zu altem Glanz verhelfen und einer zeitgemäßen Nutzung überführen. Für Eltern, die in Vollzeit arbeiten, möchte er die Öffnungszeiten der Kitas anpassen. Ebenfalls zu seinem Programm gehört die Schweinehaltungsanlage Tornitz, der er keine artgerechte Haltung bescheinigt, der Einsatz einer folienreduzierten Landwirtschaft, die Schaffung von Ladesäulen für Elektroautos, die Errichtung eines Schulgartens, die Entwicklung des Wüstenhainer Strandes am Gräbendorfer See sowie der Bau und Sanierung von Rad- und Fußwegen. Städtische Äcker, Wiesen, Grünanlagen oder Parks sollten nicht verkauft werden.
Der studierte Sozialpädagoge Uwe Jeschke, den viele als Inhaber der Neustadtklause in der Kraftwerkstraße kennen, tritt für die SPD an. Im Wahlprogramm hat er sich der Aufwertung des Wohnstandortes Vetschau verschrieben. Hier sei vonseiten der Stadt in den vergangenen Jahren kaum etwas passiert. Mit pfiffigen Ideen und Wohnkonzepten will er hier Abhilfe schaffen. Seine Vorbilder sind hier die Nachbarstädte Lübbenau und Calau. Ein weiteres Ziel des Sozialdemokraten ist es, die Ortsteile als gleichwertige Partner mitreden zu lassen. Immerhin leben 44 Prozent der Vetschauer auf den Dörfern. So soll das Haushaltsbudget gezielter verteilt werden. Als selbstständiger Unternehmer wolle er die lokale Wirtschaft stärken. Instrumente seien hier die Vernetzung und regelmäßige Treffen der Akteure. Hierfür biete sich auch die Verwaltung an. In Bezug darauf, dass die Stadt ab 2019 seine finanziellen Reserven aufgebraucht haben wird, sei eine künstlerische Gestaltung der Kreisverkehre wenig sinnvoll, findet der Kandidat. In der Verwaltung möchte Uwe Jeschke die Personalkosten senken und einen sinnvollen Personalabbau angehen.

Uwe Jeschke (SPD) ist ein Vetschauer Urgestein. Er will Vetschau als Wohnstandort attraktiver machen F: U.Jeschke


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