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Lernen, um zu bleiben

15. September 2017 | Von | Kategorie: Kommentar | | Teilen

Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de

Das wiederholt sich immer. Wenn der Wahlkampf gegen Ende schlammig und ermüdend wird, retten sich manche Kandidaten auf Goldenen Boden. Das ist wie im richtigen Leben: Hammer, Eichenblatt und Eichel schmücken noch immer so manches Meisterbüro. Deutsches Handwerk – das bleibt was Solides. Selbst wenn der Trend, dem allgemeinen Lausitzer Flattern folgend, seit 2010 leicht abwärts geht: Das südbrandenburgische Handwerk bleibt das kernige Rückgrat dieser Region. Allein im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung (Cottbus, SPN, Teile OSL) arbeiten 4 500 Handwerksbetriebe, im ganzen Kammerbezirk bis an Berlins Stadtgrenze hin sind es über 9 000 für rund 50 000 Beschäftigte. Da ist die Welt noch in Ordnung, hoffen auch Bundestagskandidaten, die sich dort grad jetzt wieder mal umsehen.
Was sie tun können und tun sollten fürs Handwerk? Ganz klar: Alles Erdenkliche. Mittel für Bildung, steuerliche Erleichterungen, gute Infrastruktur. Wenn es noch der Argumente für eine Pro-Handwerks-Politik bedarf, dann dieses: Nur dieser Wirtschaftszweig bietet jungen Menschen an jedem Ort nach der Schule exzellente Ausbildungschancen. Wer im Handwerk lernt und erfolgreich ist, muss nie sein Glück in der Ferne suchen. Aber er könnte es jederzeit, wenn er möchte. Handwerk öffnet heutzutage alle Grenzen und Chancen – vom schnellen Verdienen bis zur steilen Bildungskarriere.
Über 1 600 junge Menschen lernen grad handwerkern, die meisten sind übrigens über 18 und schon Wähler.
260 Lehrstellen stehen fürs beginnende Lehrjahr noch offen, darunter Traumberufe für Jungen wie Mädchen. Wer also Handwerk wählt, gewinnt immer auch ohne Listenplatz.


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