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Cottbus: Der Theater-Warteraum ist nun ein Begegnungsort

29. September 2017 | Von | Kategorie: Cottbus | | Teilen

Mit der Sanierung des Foyers der Cottbuser Kammerbühne geht das Staatstheater Cottbus auch inhaltlich neue Wege, um junges Publikum in die Nähe des Theaters zu führen. Mit einem völlig neuen Nutzungskonzept wird sich die Bühne in die Stadt hinein öffnen Foto: Mathias Klinkmüller

Kammerbühne lockt mit neuem Innenleben und neuem Nutzungskonzept.

Cottbus (mk). Ein drückender, flacher Raum. So kennen viele Theatergänger seit Jahren das Foyer der Cottbuser Kammerbühne. 600 000 Euro wurden nun in die beliebte Spielstätte investiert. Mit „Wilhelm Tell“ konntet das neue Foyer den Besuchern vorgestellt werden, . Besonders auffällig ist die geöffnete Decke, die den Raum deutlich größer wirken lässt.
Hochwertige Lounge-Sitzmöbel, Nadelfilz an den Wänden, eine Café-Situation auch mit Sitzmöglichkeiten vor der Kammerbühne, neue Beleuchtung, Lautsprecher, ein Beamer, eine Sitzecke zwischen den beiden Theatereingängen, eine Theaterkasse im Raum und eine Garderobe, die nahezu unsichtbar wird, sorgen für neugierige Blicke. Viel vor hat das Staatstheater nun mit dieser Bühne. Die Zeiten, in der das Foyer einzig ein Warteraum war, sind vorbei, erklärt Intendant Martin Schüler. Die neue Akustik sorgt für ganz neue Nutzungsmöglichkeiten. Im Prinzip soll das Foyer zum Begegnungsort und vor allem zum Magneten für junge und junggebliebene Menschen werden. Die Türen sollen fast immer geöffnet sein. Kulturelle Bildung und interkulturelle Verständigung wird der Raum künftig einen Platz bieten. So gibt der Leseclub Cottbus seit Freitag wöchentlichen Sprachunterricht für Geflüchtete, der Paritätische Landesverband Brandenburg organisiert hier Sprechstunden für Ehrenamtliche und die örtliche technische Universität lässt hier Seminare des Studienganges Technik und Kultur stattfinden.
Der neue Schauspieldirektor Jo Fabian will hier in den Dialog mit dem Publikum treten. Dieses sei ihm bislang als Konsument zu brav. So setzt er etwa auf experimentelle Dialoge. Seine Vision ist, dass dieser Spielort in die Stadt hineinragt und sich so für ein Publikum öffnet, das bisher nur selten in Berührung mit dem Theater kam.


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