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Cottbus: Wo die Waffen gelagert wurden

13. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus | | Teilen

Richtig war natürlich Antwort C – In unserer letzten Ausgabe hatten wir den Spremberger Turm neben der Bastei gesucht

Leser erinnern sich an die alte Bastei neben dem Spremberger Turm.

Viele Leser haben die Antwort zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Jürgen Klingmüller. Er schreibt: „Richtig ist Antwort C. Die Aufnahme zeigt die Bastei oder auch Bastion am Spremberger Turm. Sie war ein wichtiger Bestandteil der Cottbuser Stadtbefestigungsanlage und diente auch als Speicher. So hielt sie u.a. im Jahr 1429 dem Angriff der Hussiten stand. Anno 1878 beschlossen  jedoch die Stadtoberen den Abriss des Bauwerkes, da es die Stadterweiterung in südlicher Richtung erheblich behinderte. Unmittelbar nach dem Abriss wurde mit dem Bau des schönen Eckhauses  (Spremberger Straße 17) begonnen.  Ältere Cottbuser werden sich noch gut an das Café Seidel erinnern, das sich einige Jahrzehnte in diesem Haus befand. Zu besseren Verständnis habe ich noch eine Rätselbild-Veröffentlichung aus früherer Zeit angefügt. An der kurvigen Straßenführung kann man gut den Standort der Bastei erkennen.Viele Leser haben die Antwort zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Jürgen Klingmüller. Er schreibt: „Richtig ist Antwort C. Die Aufnahme zeigt die Bastei oder auch Bastion am Spremberger Turm. Sie war ein wichtiger Bestandteil der Cottbuser Stadtbefestigungsanlage und diente auch als Speicher. So hielt sie u.a. im Jahr 1429 dem Angriff der Hussiten stand. Anno 1878 beschlossen  jedoch die Stadtoberen den Abriss des Bauwerkes, da es die Stadterweiterung in südlicher Richtung erheblich behinderte. Unmittelbar nach dem Abriss wurde mit dem Bau des schönen Eckhauses  (Spremberger Straße 17) begonnen.  Ältere Cottbuser werden sich noch gut an das Café Seidel erinnern, das sich einige Jahrzehnte in diesem Haus befand. Zu besseren Verständnis habe ich noch eine Rätselbild-Veröffentlichung aus früherer Zeit angefügt. An der kurvigen Straßenführung kann man gut den Standort der Bastei erkennen.Annemarie Grimmler merkt an: „Bei diesem interessant aussehenden Gebäude kann man eigentlich nur feststellen, dass es sehr schade ist, dass es nicht mehr existiert. Es würde doch ein eindrucksvolles Zeugnis eines wehrhaft aussehenden Verteidigungsbaus darstellen, denke ich. Die architektonischen Details jedenfalls würden heute, nach Renovierung u.ä., dem Komplex ein auffälliges Äußeres bescheren. Ob es natürlich in den Kontext einer sich entwickelten Stadt noch passen würde, sei dahingestellt. Aber ansehenswert ist dieser Trutzbau auch heute noch, wenn auch nur als Abbild.“Auch Diethart Schulz weiß Bescheid: „Das Foto zeigt die Cottbuser Bastei, die am Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen wurde. Das trutzig wirkende Bauwerk befand sich direkt neben dem Spremberger Turm, der noch heute ein Cottbuser Wahrzeichen ist. Der Turmverein hat dieses Bauwerk zu einem beliebten Ausflugsziel gemacht, nicht nur für die Cottbuser.“Was sich in der Bastion befand, hat indes Klaus Reiter recherchiert: „Nach 400 Jahren Bestand wurde auch das dort vorhandene Torschreiberhaus abgerissen. Diese Bastion stellte einen Teil des Festungswalls dar und ermöglichte den seitlichen Blick zur Stadtmauer. Durt wurden Lebensmittel und Waffen gelagert. Bereits 1863 wurde der südliche Teil der Stadtmauer abgerissen und der Stadtgraben damit verfüllt. 1888 erfolgte die Umbenennung des Platzes in Kaiser-Wilhelm-Platz, und die Verschönerung des gesamten Ensembles begann.“Die richtige Lösung kannten auch  Reinhard Borrmann und weitere Leser Vielen Dank allen fleißigen Schreibern.


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