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Einfach aufhören

13. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Kommentar | | Teilen

Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de

Es gibt Dinge im Leben, mögen sie gut oder schlecht sein, in die verrennt sich jemand, und jeglicher Überblick geht verloren. Dann hilft nur noch eins: Einfach aufhören, warten, durchatmen, neu anfangen.
Dieser Stand ist augenblicklich bei der quälerischen Kreisgebietsreform erreicht. Es trugen sich diese Woche weitere Anhörungen, Diskussionen und Beschlussversuche zu. Aber niemand weiß mehr, worum es wirklich geht. Niemand kann mehr den praktischen Wert des Projektes erklären, das einmal Modernität ins Land streuen und Aufbruch verheißen sollte – die Schuldenentlastung, wo erforderlich, eingeschlossen. Alles nur noch heiße Luft auf einer Seite und grauer Zorn auf der anderen.
Gunnar Kurth, Vorsitzender des Cottbuser SPD-Unterbezirks, versucht grad etwas Nützliches. Statt die parlamentarische Gegenseite oder gar die laufende Volksinitiative zu befeuern, richtet er einen Brief an die eigenen Fraktionäre im Landtag. An jeden, der dort für SPD und Linke in märkischer Verantwortung sitzt.
Keine lauten Töne. Nur der Vorschlag, in dieser Verwaltungssache einzuhalten. Kurth bündelt ohne Groll, was in vielen Diskussionen an der Basis vehement diskutiert wurde. Er nimmt den Dampf raus und weiß, dass jetzt die Kunst darin besteht, jedem die Chance zu geben, Gesicht zu wahren. Niemand mag auf Verlierer zeigen. Wozu auch?
Wer Brandenburg ordnen will, das meint Kurth, muss es wirtschaftlich tun, nicht bürokratisch. Ganz besonders, das will er vor allem den Politik-Kollegen im satten berlinnahen Raum vermitteln, gilt das für den Süden. Der hat alle mal gut und stabil mit Energie versorgt. Jetzt braucht er intelligent „Energie“ zurück.


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Ein Kommentar auf "Einfach aufhören"

  1. Bürger sagt:

    Schade, dass die klugen Köpfe bei SPD und Linken so rar geworden sind.
    Sollte die Koalition nicht „einfach aufhören“, wird die Zustimmung zu sozialdemokratischer und linker Politik 2019 ungeahnte Tiefststände erreichen.

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