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Kleinkoschen: Lausitzer fördern Haustierrassen

27. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Senftenberg & Seenland | | Teilen

Die Züchter Lothar Berg (l.) und Bernd Behnisch präsentieren hier einen echten Deutschen Widder Foto: T. Richter-Zippack

Senftenberger Züchter laden bald zur Ausstellung nach Kleinkoschen ein.

Kleinkoschen (trz). Was haben das Thüringer Barthuhn, die Großen Brahmas und Lockentauben gemeinsam? Es handelt sich nicht nur um Geflügel, sondern um seltene und damit bedrohte Haustierrassen. Um diese kümmern sich jetzt zwei Senftenberger Tierpfleger vom örtlichen Tierpark. Ulrich Wiese und Anna-Lena Bensch haben eine Zuchtgemeinschaft gebildet, um Barthühner, Brahmas und Lockentauben zu züchten. Das ehrgeizige Duo ist auch seit Kurzem Mitglied im Kleintierzüchterverein (KTZV) Senftenberg und Umgebung, berichtet der Vorsitzende Lothar Berg. Das Gremium versteht sich keineswegs als ein „0815-Züchterverein“. Tatsächlich handelt es sich um den mit Abstand traditionsreichsten Zusammenschluss von Züchtern der Region. Bereits im Jahr 1889 wurde die Gründung vollzogen. Vor 128 Jahren war die Tierzucht längst nicht für jedermann erschwinglich. Stattdessen konnten sich tüchtige Handwerksmeister dieses Hobby leisten. Denn Mitglied bei den Rassetierzüchtern zu sein, bedeutete gleichzeitig Prestige und Wohlstand.
Heute zählt der KTZV Senftenberg und Umgebung rund 30 Mitglieder. Seit dem Jahr 2015 führt Lothar Berg, der gleichzeitig auch Ortsvorsteher von Großkoschen ist, den Verein. Dieser bildet wiederum einen von insgesamt 17 Ortsvereinen des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter, wie Ehrenmitglied Bernd Behnisch weiß. Der Senftenberger KTZV hat sich neben der „allgemeinen Tierzucht“ die Förderung gefährdeter Haustierrassen auf die Fahnen geschrieben. Daher sind die Protagonisten froh, den Senftenberger Tierpark als starken Partner für dieses anspruchsvolle Vorhaben gewonnen zu haben.
Im Lausitzer Seenland, so Lothar Berg, gebe es zwar zahlreiche Tierhalter, aber verhältnismäßig wenige Züchter. Er selbst gehöre bereits seit dem Jahr 1961 entsprechenden Vereinen an, anfangs in seiner ursprünglichen Heimat, der Prignitz. Der Fachmann züchtet heute Goldfarbene Italiener, eine farbenprächtige Hühnerrasse, sowie Deutsche Widder, riesige Kaninchen. Auch seine „Italiener“ stünden auf der Liste gefährdeter Haustierarten. Die schönsten Exemplare können bei der Vereinsschau am 18. und 19. November (jeweils ab 9 Uhr) im Kleinkoschener Gasthaus bewundert werden.


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