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Nur Erkältung oder Grippe?

17. November 2017 | Von | Kategorie: Gesundheit | | Teilen


Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage, sagt der Volksmund. Bei der Grippe dauert der Krankheitsprozess wesentlich länger. Zudem zeigen sich die Symptome intensiver
Foto: ThinkStock Photos

Unabhängige Patientenberatung Deutschland klärt über Krankheiten auf.

Region (MB). Im Herbst und Winter hat die Grippe Hochsaison. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Grippewelle im vergangenen Jahr mit rund 114 200 bestätigten Fällen verhältnismäßig stark ausgefallen. Der Impfstoff für die Saison 2017/2018 ist verfügbar. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, sich rechtzeitig impfen zu lassen. Was Patienten über die Grippe wissen sollten, und wie sie sich rechtzeitig schützen, erklärt Dr. Johannes Schenkel, Ärztlicher Leiter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD).
Vor allem in den Wintermonaten sind viele Menschen krank, eine harmlose Erkältung denken viele. Doch Vorsicht: Im Winter hat die Grippe Hochsaison. „Bei der Grippe (Influenza) handelt es sich um eine schwerwiegende Infektion, die durch Grippeviren ausgelöst wird. Im Anfangsstadium kann sie den Anschein einer Erkältung erwecken, da sich die Symptome ähneln. Allerdings treten Grippesymptome meist deutlich intensiver und typischerweise ganz plötzlich auf“, erklärt Dr. Johannes Schenkel. Eine Grippe unterscheidet sich von einer Erkältung durch einen längeren Krankheitsverlauf. Während eine Grippe in der Regel bis zu 14 Tage dauert, klingt eine Erkältung meist nach einer Woche wieder ab. Symptome einer Grippe sind hohes Fieber von über 38,5 Grad, das häufig bis zu einer Woche andauert, Halsschmerzen, Husten, heftige Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, sowie massive Erschöpfung. Erschwerend können Komplikationen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung auftreten. Im Gegensatz dazu tritt bei einer Erkältung anfangs ein leichtes Kratzen im Hals auf. Der Zustand verschlechtert sich langsam und der Betroffene leidet unter Husten, einer laufenden Nase, eventuell leichtem Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen.
„Grundsätzlich ist eine Grippeimpfung sinnvoll, da die Impfung das Ansteckungsrisiko deutlich senken kann – und zwar um mehr als die Hälfte“, so Schenkel. Dafür muss der Impfstoff jedes Jahr angepasst werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt jährlich die genaue Zusammensetzung. „Die Eigenschaften der Grippeviren verändern sich ständig. Durch die jährliche Anpassung des Impfstoffs wird auf die Veränderung reagiert – so soll der Schutz optimiert werden. Die Impfung sollte also jedes Jahr aufgefrischt werden“, informiert Johannes Schenkel.


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