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Cottbus: MOMO macht mobil

8. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Cottbus | | Teilen

Szenenfoto mit David Kramer (Schildkröte Kassiopeia) und Ariadne Pabst (Momo) Foto: Marlies Kross

Anmerkungen zum neuen Schauspiel-Märchen.

Cottbus (hnr.) Wie seinerzeit schon Michael Ende mit seinem surrealen Konstrukt trifft auch Regisseur Jörg Steinberg genau den Nerv gleich mehrerer Altersstufen, interessanterweise aber nur ganz am Rande den der Erwachsenen. Volltreffer also.
Ein gut besetztes Theater mit vorwiegend 12- bis 17-jährigem Publikum folgt gespannt dem Geschehen auf einer genial gebauten Bühne (Tilo Steffens). Treppauf und treppab geht es dort in unruhigem Dreh, und die Geschöpfe, die hier hasten oder grau harren (Kostüme: Stephanie Dorn) sind prägnant gestaltet. Ariadne Pabst ist eine naiv hopsende, ganz entzückende Momo, die mit staunenden Augen die Welt hinterfragt. Gut beobachtet sind Mimik und gebeugtes Nicken der originell geformten Schildkröte, der David Kramer viel zögerliche Nachdenklichkeit verleiht. Das Stück lebt vom Nebeneinander so normaler Alltagsfiguren wie einem gewitzten Straßenfeger (Rolf-Jürgen Gebert) und etwa dem entrückten Meister Hora von Susann Thiede. Schnelle Rollentausche lassen das junge Publikum die Wunder des wahrhaftigen Theaters ahnen. Die Grauen Zeitdiebe – was die alles noch so können! Eine insgesamt schöne Ensembleleistung mit zielgenauem Erfolg. Für den 21. und 26. 12. gibt es noch Karten.


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