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Damals war’s: Das war für uns doch die Autostadt!

19. Januar 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Forst, Bilder aus dem alten Guben, Bilder aus dem alten Senftenberg, Damals war´s, Forst & Döbern, Guben, Senftenberg & Seenland | | Teilen

Richtig war Buchstabe B – Großräschen. Das Jahrbuch „NIEDERLAUSITZ zwanzig-achtzehn“ hat diesmal Jochen Kunzmann aus Großräschen gewonnen. Wir gratulieren herzlich und wünschen viel Freude beim Lesen

Den Begriff Großräschen verbinden Lausitzer noch immer mit großer Freude

Wie schlau! Heinz Bergmann aus der Gubener Ecke hat die Internet-Seiten der angegebenen Orte aufgerufen und bei Großräschen „exakt die Kirche genau in der Mitte“ gefunden, wie er schreibt. Die hat sich in 100 Jahren nicht verändert. „Aber“, schreibt er, „für uns damals (vor 1990, d.Red.) war Großräschen die ‘Autostadt’. Wer nach ca 20 Jahren Wartezeit per Telegramm (!) dorthin bestellt wurde, hatte große Freude, denn er konnte endlich seinen Wartburg oder Trabant abholen. Dort war das zentrale Pkw-Auslieferungslager.“ Stimmt, aber Autohäuser gibt es dort heute für verschiedene Marken, dazu ein riesiges Möbelhaus und mehrere Tankstellen auf dem Weg zur Autobahn. Herr Bergmann hier nochmals: „Tankstelle gab es keine im Ort. Im Neuwagen war grad soviel Sprit, dass man es bis zur Autobahn-Tanke schaffte.“
Siegfried Jeske schrieb:“Hallo, vor 87 Jahren in Großräschen geboren und hier aufgewachsen, ist die ev. Kirche von mir sofort zu erkennen. Mit ihrem hohen Turm, der wohl 35 m messen soll, so lernte ich es in der Schule, ist sie nach dem Telekom Sendemast sicher das höchste Bauwerk der Stadt. Rechts vorn im Bild ist das Pastorenhaus zu erkennen. Zu bemerken ist, dass auf dem Kirchturm im April 1945 eine weiße Fahne, zum Zeichen der Kapitulation, aufgehängt wurde.“ Klaus Hirsch erinnert sich:“Das schöne Winterfoto zeigt die Kirchallee in Großräschen, die am Markt endet. Rechts hinten ist der Kirchturm der Evangelischen Stadtpfarrkirche zu sehen. Als Kind war ich Anfang der 50-ziger Jahre in den Ferien bei einer Tante in Großräschen zu Besuch, die in der Nähe der Kirche wohnte. Da sah der Markt und der gegenüberliegende “ Kurmärker“ noch anders aus. Um 1975 war ich, bedingt durch meine Arbeit, oft in Großräschen unterwegs. Aus dieser Zeit stammt meine Erinnerung, dass alle 4 Kirchturmuhren römische Zahlen auf dem Zifferblatt haben. Heute ist der Markt mit dem Brunnen vor der Kirche und der gegenüberliegende “ Kurmärker “ wunderschön anzusehen und die Kirche ein Baudenkmal“.
Johannes Remenz hat einen besonderen Blick:“„Das Foto zeigt die Kirchstraße in Großräschen. Für mich als Glockenfreund und –forscher birgt der Kirchturm eine Besonderheit für unsere Gegend.
Das Eisenhartgussgeläut stammt noch aus der Zeit, ehe von der Linke-Hofmann-Lauchhammer-AG im Werk Torgau mit dem Stahlglockenguss begonnen wurde. Nach dem 1. Weltkrieg, wie auch dann später nach 1945, war Mangel an Rohstoffen, sodass keine Bronzeglocken gegossen werden konnten. So griff man verstärkt auf Ersatzmetalle (Stahl und Eisenhartguss) zurück.“
Gabriele Muschik meint: „ Die Auflösung ist für mich als Einheimische natürlich einfach. Wir sehen die Evangelische Kirche von Großräschen und wenn man die Strasse weiter geht kommt man zum Markt und zum Volkshaus oder auch Kurmärker genannt. Ich selbst bin in der Jugend oft im Pfarrhaus gewesen. Wir hatten dort gemeinsam Katholische und Evangelische Jugendabende. Großräschen hat sich zu einer schönen Metropole der Lausitz entwickelt und mit dem entstehenden See und dem tollen Hafenviertel wird es weiter Touristen anlocken. Ich lebe gern in meiner Heimatstadt Großräschen.“ In diesen Tenor stimmt auch Toralf Schmidt ein:“Wir wohnen hier seit etwa 20 Jahren und es ist toll zu erleben, wie sich die Stadt entwickelt.“
Die richtige Antwort wussten unter anderm auch Arno Schulz aus Guben, Norbert Weigel aus Welzow und Familie Knoblich aus Bahnsdorf. Vielen Dank fürs Mitmachen!

 


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