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Hier hielt um 1935 die Stadtbuslinie

23. Februar 2018 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Guben, Bilder aus dem alten Senftenberg, Bilder aus dem alten Spremberg, Damals war´s | | Teilen

Fast alle Leser tippten auf Senftenberg, nur einer schwärmte für Ruhland

 

C war richtig – es handelt sich um den Markt in Senftenberg

 

Natürlich haben diesmal besonders viele Leser aus Senftenberg selbst und aus der näheren Umgebung geschrieben, zum Beispiel Frau Lehmann aus der Neupetershainer Karl-Marx-Straße, Frau Hollenberg aus Saalgast, Mannfred Olidsch aus Hosena, Frank Sirakowski aus Lauchhammer, Ute Justh aus Kleinkmehlen oder Ulrich Korb aus der Kiefernallee in Klettwitz.
Sie alle hatten kein Problem mit dem Markt, der sich in diesem Blickwinkel nur geringfügig verändert hat.
Aber auch Arno Schulz aus Guben wusste: „Es handelt sich um den Marktplatz der Bergarbeiterstadt Senftenberg. Den Ort kenne ich nur von der Durchreise und kurzen Aufenthalten am See und in der Stadt.“ Bärbel Schröter aus der Alexanderstraße in Forst und Frank Häder aus der Spremberger Straße in Forst erkannten den Markt und Peter Hering aus der Bergstraße in Spremberg meint: „Das Bild stammt aus Senftenberg. Am rechten Bildrand kann man einen Hinweis erkennen.“
Johannes Rendez rät: „Falls man schlecht sehen kann, nehme man eine Lupe – und siehe da! Über dem Geschäft im rechten Haus (heute Tengler´s Buchhandlung) steht der Name der gesuchten Stadt mit dem heutigen Autokennzeichen SFB“.
Nicht alle kamen so sicher zum Ziel. Ein Leser war sich sicher: „Der Betrachter schaut auf den Marktplatz in den 20 oder 30 Jahre von Ruhland. Dieser befindet sich, immer der Bahnhofstraße folgend, etwa einen Kilometer vom Bahnhof entfernt. Dort ist auch das „Hotel zum Stern“, wo ich vor der Wende gern mal zu Abend gegessen habe. In den 70ern war der Tanz im Zollhaus ein weit bekanntes Mekka in der DDR. Vom Marktplatz ging der Fußmarsch etwa 20 Minuten in Richtung Schwarzheide. Von Weitem hörte man schon die laute Musik. Wer nicht im Zollhaus von Ruhland war, der hatte eine Bildungslücke.“ Nun ja – gern geben wir diese freundliche Werbung für Ruhland weiter, aber das Bild kam wirklich aus Senftenberg. Auch Bärbel Lenhartova aus der Straße des Friedens in Schwarzheide zweifelt nicht: „Es ist der Senftenberger Markt in den 1930er Jahren, denn erst dann wurde das Wartehäuschen bei der Umgestaltung gebaut. Dort hielt die Stadtlinie und, nicht im Bild sichtbar, gab es auch eine Tanksäule.“ Die kennt auch Helmut Stephen aus Großräschen, Finkenweg: „Die Tanksäule war hinter dem Verkehrshäuschen. An der linken Seite des mittleren Hauses befand sich ein Polizeirevier mit dem ABV (Abschnitts-Bevollmächtigten).“
Lassen wir zuletzt Klaus Hirsch aus Großkoschen zu Wort kommen: „Das schöne alte Foto zeigt den Senftenberger Markt um 1935. Die Blickrichtung geht durch die heutige enge Bahnhofstraße in Richtung des damaligen Kaufhauses Waldschmidt. Das Profil der Häuser und Geschäfte ist auch heute noch weitestgehend erkennbar. Auf der linken Seite ist das Bettenhaus ‘Moritz Krüger’ noch da. Davor, in dem Haus mit dem Balkon, war eine Drogerie. Der Bus steht vor einem Uhrengeschäft. Interessant ist die Unterbringung des Reservereifens auf dem Vordach des Busses.
Es scheint ein warmer Tag zu sein, denn alle Menschen sind leicht bekleidet. Auch der Informationsaustausch wird in mehreren Gruppen vollzogen. Vor dem Bus und dem Möbelgeschäft ist heute die Rathausapotheke der Frau Luhan untergebracht.
Auf der rechten Bildhälfte ist ein Geschäft, das Erich Krause gehörte, heute Mobilfunkladen. Danach das Uhrengeschäft von Carl Lange und der ‘Senftenberger Anzeiger’. Interessant ist die Anordnung der Haltestelle und gleichzeitig LEUNA-Tankstelle, zwar etwas seitlich, aber doch mittig auf dem Markt. Mir ist nicht bekannt, ob die Stadtbuslinie durch die enge Bahnhofstraße führte; offensichtlich ja, weil der Bus auf dem Foto dort steht. Ich selbst bin um 1950 noch mit dem ‘Synthesebus + Anhänger’ durch die heutige Kreuzstraße und Schlossstraße gerumpelt worden. Heute undenkbar. An die ‘Tanke’ kann ich mich auch noch erinnern.“
Das NIEDERLAUSITZ-Jahrbuch gewinnt Frank Richter aus der Hauptstraße in Lindenau. Herzlichen Glückwunsch!


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