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Auch Gräber werden zur Osterzeit verschönert

23. März 2018 | Von | Kategorie: Ratgeber, Region | | Teilen

Im Frühling sollte die Grabbepflanzung freundlich und dezent farbig gestaltet werden

 

Bei der Auswahl der Pflanzen sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Spezialisten wie Franziska Käßner helfen gern

 

Region ( MB/jk). Die Temperaturen passen noch nicht so ganz zum kalendarischen Frühlingsanfang. Auch die Sonne ist momentan nur selten zu Gast. Aber dennoch erwacht die Natur so langsam und uns zieht es wieder nach draußen.
So wird es auch Zeit, nach dem Winter die letzte Ruhestätte eines geliebten Menschen etwas umzudekorieren. Wenn die Gefahr von Bodenfrost nicht mehr zur Tagesordnung zählt, kann die Grabstätte genauer besichtigt und auf eventuelle Winterschäden untersucht werden. Die ein oder andere Sache am Grab bedarf vielleicht einer kleinen Reparaturarbeit, denn gelegentlich kann es passieren, dass durch starken Frost oder andere Witterungseinflüsse Schäden am Grabstein oder der Grabumrandung entstanden sind. Moos, kleine Risse oder andere Beschädigungen sollten schnellstmöglich beseitigt werden, bevor der Schaden größere Ausmaße annimmt – am besten dabei einen Fachmann zurate ziehen. Ehe man sich für die neue Bepflanzung entscheidet muss die Erde vorbereitet werden: also die vorhandene Erde gut auflockern, bei Bedarf neue Erde auffüllen und bei Bedarf Kompost oder Dünger untergraben. Dabei ist die Grabstelle unbedingt auch auf eventuelle Wühlmausgänge zu überprüfen. Und wenn nichts wächst – das Unkraut kommt. Leider gilt diese Gartenweisheit auch auf dem Friedhof, also am besten gleich den Anfang bekämpfen, ehe die unterirdischen Wurzelausläufer dafür sorgen, dass das komplette Grab irgendwann überwuchert ist.
Nach dem Entfernen der Grababdeckungen aus Zweigen von Nadelhölzern muss man sich entscheiden, was mit den winterharten Pflanzen geschehen soll. Wenn diese nicht entsorgt werden sollen müssen sie bei Bedarf etwas zurückgestutzt werden.
Jetzt geht es an die Umgestaltung der Pflanzen. In der Winterruhe waren kaum Farben angesagt, jetzt kann es wieder freundlicher werden. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten und es kann zwischen Saisonbepflanzung und Dauerbepflanzung gewählt werden.. Franziska Käßner, die Inhaberin vom BlütenWERK Cottbus in der Mühlenstraße, erklärt dazu: „Alles hängt natürlich vom Standort ab, Dauer und Intensität des Lichteinfalls sind bei der Wahl unbedingt zu berücksichtigen.“ Im Frühjahr sind vor allem Stiefmütterchen, Hornveilchen, Primeln, Tausendschönchen und Vergissmeinnicht beliebt. Liegt die Grabstelle im Halbschatten oder ganz im Schatten, so sind Fuchsien, Knollenbegonien, Edellieschen oder das Fleißige Lieschen die richtige Wahl. Weicht der Halbschatten zunehmend der Sonne oder erhält das Grab viel direktes Sonnenlicht, so eignen sich Geranien, Eisblumen, Männertreu oder Studentenblumen als Grabbepflanzung. Im Herbst greift man dann eher zu Erika, Callunen ( Heidepflanzen), Chrysanthemen oder Alpenveilchen. Damit sie lange blühen sollte regelmäßig ausgeputzt und gedüngt werden. Bei Dauerbepflanzung eignen sich Cotoneatser, also besonders flachwüch-sige, immergrüne Bodendecker-Zwergmispeln, Efeu, Golderdbeere, die immergrüne Pachysandra (auch Dickmännchen oder Schattengrün genannt) oder auch Gaultheria, die wintergrüne, mit wunderschön gefärbtem Laub und attraktiven, roten Früchten versehene Scheinbeere. Weitere Tipps zur Auswahl der geeigneten Pflanzen und zur Pflege des Grabes ( auch wenn es allein nicht mehr möglich ist) gibt das freundliche Team um Franziska Käßner – und Maskottchen Balu schaut sich das ganze Treiben von seinem Platz aus an.


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