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Forster Wähler setzen auf Wechsel

20. März 2015 | Von | Kategorie: Forst & Döbern, Top-Themen |

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Dem zukünftigen Bürgermeister Philipp Wesemann gratulierte der amtierende, Dr. Jürgen Goldschmidt, am vergangenen Wahlsonntag zum Sieg und wünschte ihm gutes gutes Gelingen. Bis zum 6. Mai ist Dr. Jürgen Goldschmidt noch im Amt Fotos: M. Klinkmüller

Philipp Wesemann für 14 Tage jüngster Bürgermeister Deutschlands:
Forst (mk). Schneller ist eine Karriereleiter kaum zu erklimmen. Im vergangenen Jahr bei der Kommunalwahl erstmals in das Stadtparlament gewählt und in diesem Jahr bereits Stadtoberhaupt – Philipp Wesemann brauchte drei Nächte um zu fassen, wie ihm am vergangenen Sonntag geschah.
Über 60 Prozent der Wähler gaben ihm seine Stimme. Freudentränen waren im Kreml auf der Wahlparty zu sehen. „Ich habe Gänsehaut“, sagte eine Gratulantin. „Ich auch“, antwortete ihre Nachbarin mit Blick auf den jungen Mann, der aus dem Händeschütteln nicht herauskam. „Ich spüre die Steine, die mir am Sonntag in meinen Rucksack gelegt wurden, sagt der 25-Jährige. Die vielen Vorschusslorbeeren sind für ihn jedoch nicht allein Last sondern auch ein Zeichen, dass ihm die Forster viel zutrauen. Der Sozialdemokrat hat mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen gerechnet, sagt er ehrlich. Doch am Ende des Wahltages musste sich Sven Zuber (CDU) geschlagen geben. Ministerpräsident Dietmar Woidke spricht auf der Wahlparty gar von einem historischen Tag für die SPD. Erstmals habe sie in der Rosenstadt die Bürgermeisterwahl gewonnen. „Das ist dein Verdienst“, sagt er zum neugewählten Bürgermeister blickend.
Wenn Philipp Wesemann am
6. Mai als Bürgermeister vereidigt wird, ist er der jüngste Bürgermeister Deutschlands – zumindest für 14 Tage. Dann wird ihn der ebenfalls 25-jährige Marian Schreier (Tengen, Baden Württemberg) von diesem „Jugendthron“ ablösen. Dem Forster kann dies recht sein. Seit Montag ist er von einem Interview in das nächste gestolpert, wie er sagt. Wie er künftig mit dem Verwaltungsvorstand Sven Zuber zusammenarbeiten wird, weiß er noch nicht. „Das werden Gespräche zeigen“, sagt er. Sven Zuber weiß eines auch nach der Wahl ganz sicher: „Ich werde mich weiter für Forst engagieren.“ Das Ergebnis war eindeutig, räumt er ein.



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