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Wer für Schäden zu Silvester aufkommt

24. Dezember 2015 | Von | Kategorie: Ratgeber |

Ganz wichtig: Korrekter Umgang mit Pyrotechnik / Wann welche Versicherung zahlt

Region (MB). Mit Feuerwerk und Böllern wird das neue Jahr in der Silvesternacht gebührend begrüßt. Nicht selten kommt es aber durch Unachtsamkeit oder schlicht Pech zu Verletzungen oder zu Schäden an Haus, Auto oder Wohnung. Welche Versicherungen greifen, wenn Raketen und Knaller daneben gehen, hat der mobile Versicherungsmanager Knip (www.knip.de) zusammengestellt.
Besonders schwerwiegend können Unfälle mit Feuerwerkskörpern sein. Einschränkung der Hörfähigkeit, schwere Gesichtsverletzungen, Verbrennungen oder gar der Verlust von Gliedmaßen können die Folge sein. In diesen Fällen greift die private Unfallversicherung. Die Versicherungssumme wird nach dem Unfall einmalig ausgezahlt und berechnet sich je nach Invaliditätsgrad. In der sogenannten Gliedertaxe sind Körperteilen und Sinnesorganen bestimmte Prozentsätze zugeordnet. Ein Bein ist zum Beispiel mit 70 Prozent bewertet. Umgerechnet bedeute das: Beträgt die Versicherungssumme 100 000 Euro, erhält der Betroffene bei voller Funktionsunfähigkeit 70 000 Euro.
Vorsicht bei zu viel Schampus! Grobe Fahrlässigkeit ist häufig ausgeschlossen, dazu zählt auch das Abfeuern von Raketen unter Alkoholeinfluss.
Kokelt der Partygast mit einem Tischfeuerwerk die Festtafel an oder zerstört eine Rakete die Blumenkästen auf dem Nachbarbalkon, zahlt die Haftpflicht. Verursachen die Bewohner selbst Schäden an Mobiliar, Elektrogeräten oder Kleidung durch Feuerwerkskörper, greift die Hausratversicherung. Fehlgeleitete Raketen können mitunter Dächer oder Fassaden beschädigen. Für solche Fälle sollten Hausbesitzer eine Wohngebäudeversicherung abschließen.
Gerät das Auto unter Böller-Beschuss, greift die Teilkasko. Wird das Fahrzeug jedoch vorsätzlich beschädigt, zahlt nur die Vollkaskoversicherung.
Um Schäden und Verletzungen zu vermeiden, sollte auf den richtigen Umgang mit Silvesterböllern geachtet werden: Leicht brennbare Gegenstände sollten aus dem Garten oder vom Balkon in die Wohnung gebracht werden. Das Auto sollte in der Garage oder einer ruhigen Seitenstraße abgestellt werden. Silvesterböller werden in Klasse 1 und 2 unterschieden. Böller der Klasse 1 dürfen von Personen ab 12 Jahren gezündet werden. Produkte, die die Kennzeichnung Klasse 2 haben, sind erst ab 18 Jahren freigegeben. Selbstgebaute oder importierte Silvesterböller, die in Deutschland verboten sind, dürfen nicht angezündet werden. Kommt es zu einem Unfall, kann die Versicherung die Zahlung verweigern.




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