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Spremberger Bürgermeisterin will kräftig sparen

31. Dezember 2015 | Von | Kategorie: Spremberg |

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Über Langeweile konnte sich Bürgermeisterin Christine Herntier im Jahr 2015 wahrlich nicht beklagen Foto: M. Klinkmüller

Christine Herntier möchte im neuen Jahr diverse Strukturen verändern:
Spremberg (trz). Eigentlich hätte das Jahr 2015 für Spremberg richtig erfolgreich werden können. Wären da nicht die Steuerrückforderungen des Bergbau- und Energiekonzerns Vattenfall in Millionenhöhe sowie die Pleite bei der Laga-Bewerbung. Zwar werfen beide Aspekte die Stadt nicht zu Boden, doch wirkt sich das Desaster nicht nur auf das Selbstbewusstsein der Spremberger negativ aus.
Ungewisse Zukunft
Bislang, so resümiert Bürgermeisterin Christine Herntier, hätten die Bürger von den eingebrochenen Gewerbesteuern noch nichts am eigenen Leib gemerkt. Die Liquidität der Kommune sei bislang stabil. Denn Vattenfall reiche seinen Steuerbescheid für das Jahr 2014 voraussichtlich erst in den nächsten Monaten beim Finanzamt ein. Was dann auf die Stadt zukomme, wisse derzeit noch niemand. Das Rathaus habe eine externe Beraterin engagiert, die sämtliche Einsparpotenziale ermitteln solle. „Meine Hauptaufgabe für das neue Jahr wird es sein, diese zu bündeln und Strukturen zu verändern“, kündigt das Stadtoberhaupt an. Was genau geschehen soll, wolle Christine Herntier noch nicht sagen.
Was die gescheiterte Laga-Bewerbung angeht, sehe die Stadt keinen wirklichen Grund, dass Spremberg bei der Auswahl nicht berücksichtigt wurde. „Wir standen mit Herzblut dahinter“, so Herntier. Wahrscheinlich, so vermutet sie, habe das Land tatsächlich die drohenden finanziellen Einbrüche aufgrund der Vattenfall-Steuererstattungen zum Maß aller Dinge genommen. In Teilen der Bürgerschaft sind indes andere Töne zu vernehmen. Hätte die Stadt die Landesgartenschau wirklich „mit Herzblut“ in die Lausitz holen wollen, so heißt es aus gut unterrichteten Quellen, hätte man mit viel mehr Enthusiasmus und erfahreren Profis zu Werke gehen müssen.
Zumindest habe sich Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger, in dessen Ministerium die Laga-Entscheidung getroffen wurde, für Anfang Februar in der Spreestadt angekündigt. Dann solle ausgelotet werden, welche Maßnahmen aus dem Laga-Paket dennoch umgesetzt werden könnten.
Ansonsten ist in den zurückliegenden zwölf Monaten in Spremberg jede Menge Positives passiert. So wurde am 8. Mai die Schlossbrücke nach nur neunmonatiger Bauzeit übergeben, der Kreiselbau begonnen, und seit wenigen Wochen ist dieser bereits befahrbar. Darüber hinaus eröffnete im Oktober das neue augenärztliche Versorgungszentrum in der Langen Straße. Pfarrer Johann Jakob Werdin erhielt die Ehrenmedaille der Stadt, und der 60. Jahrestag des Industrieparks Schwarze Pumpe sowie zehn Jahre Papierfabrik wurden gefeiert. Die Arbeiten an der Hammerlache inklusive des Anglerheims sind so gut wie abgeschlossen. Nicht zuletzt erhielt Türkendorf eine neue Ortsdurchfahrt. Für komplett Spremberg wurde das schnelle Internet installiert, und sämtliche Asylanwärter konnten dezentral in Wohungen untergebracht werden.



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