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Hohe Ansprüche an künftigen Gubener Stadtchef

26. Februar 2016 | Von | Kategorie: Guben |

Gubener SPD-Fraktion möchte vor der Bürgermeisterwahl eine Allianz schmieden

Guben (mk). Nachdem das Urteil gegen Gubens suspendierten Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner (FDP) rechtskräftig geworden ist, muss innerhalb von fünf Monaten ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Wer hier zur Wahl stehen könnte, ist dabei noch völlig offen. Wunschkandidat der Kreis-CDU ist Fred Mahro, erklärt der Vorsitzende Raik Nowka. Dem amtierenden Bürgermeister sei es zu verdanken, dass Guben in den vergangenen vier Jahren keinen Stillstand erlebt hat, begründet der Kreisvorsitzende der Christdemokraten. Fred Mahro selbst hält sich derzeit bedeckt, ob er sich zur Wahl stellen wird. Günter Quiel von der SPD-Fraktion in Guben erklärt, dass er zunächst mit dem amtierenden Bürgermeister  sprechen möchte. Ziel des Fraktionsvorsitzenden ist es, eine Allianz für Guben zu schmieden, die unabhängig von der Parteienzugehörigkeit einen geeigneten Kandidaten findet. Vor allem muss der Bürgermeisterkandidat bereit sein, neue Wege zu gehen. Deshalb hält Günter Quiel auch einen Kandidaten von außen aber mit Gubener Wurzeln für denkbar. „Solche Menschen gibt es. Ich habe bereits Kontakt aufgenommen“, sagt der Stadtverordnete. Neue Wege sind allein deshalb zu gehen, da Guben im Jahr 2030 die Stadt mit den ältesten Einwohnern Deutschlands sein wird. Zum anderen müsse auch der Doppelstadt-Gedanke auf neue Füße gestellt werden. Das Guben und Gubin eine Stadt in zwei Ländern ist, müsse in die Köpfe der Menschen, wünscht sich Günter Quiel. So werde etwa das Gubener Krankenhaus nur wenig Überlebenschancen haben, wenn dieses allein von den Gubenern genutzt wird. Gleiches gelte für die Schwimmhalle, viele Sportstätten, den Bahnhof oder Schulen. Aus Sicht der SPD-Fraktion muss der neue Bürgermeister ein Mensch mit Visionen sein. Um einen solchen dynamischen Visionär zu finden, möchte Günter Quiel nun eine Allianz schmieden. Seine Erfahrung hat gezeigt, dass es wichtig ist, dass nicht nur die Bürger sondern möglichst auch viele der Stadtverordneten hinter dem Stadtoberhaupt stehen.
„Alles ist offen“, sagt Kerstin Nedoma (Die Linke) zum Thema Kandidatensuche. Sie kann noch nicht sagen, ob die Linksfraktion einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken wird. Einen Kandidaten von außen kann sie sich aber nur schwer vorstellen. Sie wünscht sich jemand, der sich hier auskennt.



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