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Der Mai ist gekommen

29. April 2016 | Von | Kategorie: Kommentar |

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Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de

Nur dieses Wochenende dürften manche Menschen hier im Lande bedauern, keine Japaner zu sein. Die müssen im Arbeitsleben hart ran, haben wenig Urlaub und leisten viele unbezahlte Überstunden. Immerhin haben sie 15 Feiertage im Jahr, und die stehen ihnen wirklich zu. Fällt ein Feiertag auf ein Wochenende, wird er am darauf folgenden Montag nachgegeben. Dieses Jahr ist also der 2. Mai in Japan arbeitsfrei.
Nicht bei uns, und trotzdem freuen wir uns auf den Wonnemonat. Die Abende sind lang und hell und hoffentlich auch mild. So bleibt genügend Gelegenheit, draußen im Grünen oder meinethalben auch drinnen in städtischen Biergärten auf den Marktplätzen und an den Einkaufsstraßen das zu besprechen, was der einst auf Transparente geschrieben wurde. Für sozialen Frieden, aber auch für das Schweigen von Waffen gingen die Menschen auf die Maiversammlungen. Natürlich bewegt uns beides auch heute immer. Und so macht es zumindest argwöhnisch, wenn der Hannover-Tourist Obama den stärksten europäischen Partnern zureden möchte, abschreckendes Kriegsgerät entlang der östlichen EU-Grenzen in Stellung zu bringen.
Der schöne grüne Mai erinnert uns alle Jahre auch immer wieder daran, dass an seinem achten Tag ein Weltbrand endete, der von Deutschland ausgegangen war. Ganz am Schluss, als hier schon Hoffnungsglück spross, schlug atomare Grausamkeit noch auf Japan ein. Das Land, in dem die Kirschblüten am schönsten sind und jeder Mensch ein Recht auf Feiertage hat.
Es ist über so vieles zu reden. Der Mai ist gekommen und gibt uns alle Gelegenheit dazu. Vielleicht doch am 1. Mai oder an den folgenden Tagen.



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Ein Kommentar auf "Der Mai ist gekommen"

  1. Fabian sagt:

    Es ist erschreckend wie die Großkapital finanzierten Regierungsparteien der BRD und Ihre Mitglieder, (selbst in unsere Region gibt es diejenigen die für Krieg abstimmen) nach der Vorherrschaft in der Europa (danach in der Welt?) begehren. Absatzmarkt um jeden Preis und für die Brieftaschen der Parlamentarier . Dies ist weder christlich noch sozial.

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